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Ausgabe 01/02/2018

Scharfe Linien für die Basis

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© AUTOFLOTTE

Jaguars neues Einstiegsmodell heißt E-Pace - und tummelt sich im angesagten SUV-Segment. Schon optisch gibt sich der Engländer markentreu und beruft sich dabei auch auf den Sportler F-Type.

_ Kompakte SUVs liegen voll im Trend, und diesem Trend will sich auch Jaguar nicht entziehen. Seit dem 20. Januar steht deshalb der E-Pace bei den Händlern. 4,40 Meter misst die bei Magna Steyr in Graz gebaute Katze in der Länge, damit sind die Gegner klar definiert: Audi Q3 und BMW X1 und X2 stehen im Fokus der Engländer. Mit seinen starken Vierzylindern (drei Diesel mit 150, 180 und 240 PS sowie zwei Benziner mit 250 und 300 PS) sollen aber auch Q5-, X3- oder GLC-Kunden schwach werden. Hat der E-Pace also das Zeug, die Kompakt-SUV-Welt aufzumischen?

Dynamisch ...

Hauptzielgruppe des E-Pace sind Paare und junge Familien mit ein bis zwei kleinen Kindern, und die erwartet ein vom Charakter her ausgesprochen dynamisches Auto. Das zeigt schon die Linienführung, denn Pate für die Frontgestaltung stand nicht etwa der größere F-Pace, sondern der Jaguar-Sportwagen F-Type. Nach seinem Vorbild zeichnete Jaguar-Designchef Ian Callum die Scheinwerfer, beim Grilldesign ließ er sich dagegen vom ersten XJ inspirieren. Während das flache Heck dann doch wieder sehr F-Pace-like daherkommt, soll im Interieur erneut Sportwagen-Feeling aufkommen. Darauf weist zum einen die Trennung von Fahrer- und Beifahrerraum mittels um die Mittelkonsole laufenden Haltegriffs hin, zum anderen aber auch der Automatik-Stick anstelle des aus den Limousinen und dem F-Pace bekannten Drehrads.

Trotz des sportlichen Designs bietet der E-Pace mehr als ausreichend Platz. Vorn geriet der Innenraum durchaus geräumig, und auf der Rückbank ist nur der Knieraum eingeschränkt. Im Ausgleich dafür bietet der E-Pace schon im Standardformat viel Platz für Reisegepäck (577 Liter).

... aber schwer

Wir sind den E-Pace mit seinen beiden Top-Aggregaten mit 240 und 300 PS und Neungang-Automatik gefahren. Das Fahrwerk ist sportlich abgestimmt, federt aber auch harte Stöße kaum merklich ab. Und die Motoren haben an sich genug Power. Etwas ausgebremst werden sie aber von den Pfunden des E-Pace: Der schwächste Diesel mit Frontantrieb wiegt mindestens rund 1,8 Tonnen, unsere Allrad-Testwagen brachten nochmal rund 100 Kilogramm mehr auf die Waage.

Preislich startet der E-Pace bei 29.370 Euro. Dafür gibt es den 150 PS starken Basisdiesel mit Frontantrieb und Sechsgang-Schaltgetriebe. Jaguar liefert das kleine SUV in den Ausstattungen E-Pace (Basis), S, SE und HSE. Schon in der Basis sind LED-Scheinwerfer, Licht- und Regensensor, Multifunktions-Lederlenkrad, Soundsystem, Bluetooth, Zehn-Zoll-Touchscreen, Aufmerksamkeits-, Spurhalte- und Notfallbremsassistent, Rückfahrkamera oder Einparkhilfe vorn und hinten an Bord. Wer es sportlicher mag, bekommt in allen Niveaus für 2.521 Euro das R-Dynamic-Paket mit sportlicherer Optik und Nebelscheinwerfern. Businesspakete sind für den E-Pace dagegen zum Start noch nicht verfügbar.

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