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Ausgabe 08/2018

Schön, anders, trotzdem gut

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© AUTOFLOTTE

Peugeot renoviert den 508. Ab Oktober steht die neue Mittelklasse bei den Händlern. Autoflotte ist das Flaggschiff bereits gefahren. Mit überraschenden Erkenntnissen, gerade für Flottenkunden.

_ Der 508 könnte die richtige Limousine für progressive User Chooser sein. Er besticht mit Eleganz, Zurückhaltung und Praktikabilität und gefällt mit scharfem Camaro-Blick und markanten LED-Tagfahrleuchten, die sich beim Blinken orange färben. Hinterherfahrende erfreuen sich am kecken Heck mit der großen Klappe. Die maximal 1,40 Meter flache Coupé-Silhouette mit rahmenlosen Türen ergänzt das edle Erscheinungsbild. Um einen Millimeter dickere Seitenscheiben sollen für Ruhe sorgen. Viele Teile steuern deutsche Firmen bei. Darauf legt Peugeot ebenso viel Wert wie auf voraussichtlich niedrige TCO und einen der höchsten Segment-Restwerte.

Das Peugeot-typische iCockpit liegt perfekt im Fahrer-Blickfeld, das kleine Lenkrad darunter sanft in der Hand. Der Klavierlack ist aber ein wahrer Staubfänger und Fettfinger-Visualisierer. Schade, denn das Interieur wirkt trotz Fake-Nähten sehr hochwertig. Die AGR-Sitze (Serie ab Allure) bieten maximale Verstellmöglichkeiten. Gegen Aufpreis gibt's Nappaleder, was hinsichtlich Anmutung das Tüpfelchen auf dem"i" ist. So verkündet Peugeot stolz, dass der 508 unter der Prämisse Quality First entwickelt wurde. Er soll nach 90.000 Kilometern und drei Jahren wie neu aussehen und sich auch so anfühlen.

Kürzer geworden

Der 508 ist trotz acht Zentimeter Längendezimierung geräumig. Lediglich am Kopf grüßt früh die Fond-Dachverkleidung. Vorne vereinfachen Tasten das Zurechtfinden im Infotainmentsystem. Tomtom navigiert stauaktuell, aber grafisch anspruchslos durch den Verkehr (1.050 Euro, Serie ab Allure). Smartphone-Spiegelung kostet in der Basis 210 Euro, DAB-Radio 168 Euro. Apropos bezahlen: Bei 26.261 Euro startet der 508 HDi 130 - nicht billig. Mit an Bord sind der digitale 12,3-Zoll-Tacho, Parkpiepser hinten, Tempomat sowie Spurhalteassistent, Kollisionswarner, Schilderanzeige und Zwei-Zonen-Klimaautomatik. ACC mit Staufunktion kostet 630 Euro. Simple LED-Scheinwerfer gibt's für 1.008 Euro, Matrixlicht gar nicht.

Der kleinste Diesel mit 130 PS könnte die treffendste Wahl sein. Was auf dem Papier ausreichend aussieht, fährt sich ruhig und souverän. Vor allem mit der Achtgang-Automatik (1.933 Euro), die weich und schnell schaltet, gelegentlich die Gänge aber zu lange fixiert, harmoniert der 1.5 HDi. Mit Automatik soll das Adblue-gereinigte Abgas aus 3,7 Liter Diesel entstehen. Mit 55-Liter-Dieseltank ist ein großer Aktionsradius möglich. 208 km/h wären mit Anlauf machbar. Auf Dynamik ist das adaptive Fahrwerk (1.008 Euro bei Allure, Serie im GT) ausgelegt. Im Umkehrschluss ist der 508 keine französische Autobahn-Sänfte. Die abtrainierten 70 Kilogramm sind in Sachen Agilität spürbar. Dafür fällt die Zuladung mit 342 bis 519 Kilogramm unter Umständen gering aus.

Die 508 Limousine wählten bislang 18 Prozent. Der Neue hat mehr verdient, denn die große Klappe hält, was sie verspricht; und das Design ist ein Statement. Im zweiten Halbjahr 2019 folgen Hybridmotoren, die den Dieselanteil nach Peugeot-Prognosen von 70 auf 50 Prozent schrumpfen lassen.

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