suchen
Abgas-Skandal

Rechtsschutz muss zahlen

1180px 664px
Laut dem Oberlandesgericht Düsseldorf muss eine Rechtsschutzversicherung bei Schadensersatzklagen gegen VW zahlen.
©

Eine Rechtsschutzversicherung kann bei Klagen von VW-Dieselkunden nicht ohne weiteres die Zahlung verweigern.

Bei Schadensersatzklagen gegen Volkswagen im Zuge des Dieselskandals muss eine Rechtsschutzversicherung einspringen. Darauf hat das Oberlandesgericht Düsseldorf nun im Rahmen eines Berufungsverfahrens hingewiesen. Die Assekuranz hatte Zahlungen zuvor mit dem Argument verweigert, eine Klage auf Rückabwicklung des Kaufvertrags habe keine hinreichenden Erfolgsaussichten.

Das OLG sieht dies anders. Bereits mehrere Landgerichte hätten einen Schadensersatzanspruch von Autokäufern gegen die Volkswagen AG wegen des Inverkehrbringens von Dieselfahrzeugen mit manipulierter Abgassoftware bejaht, heißt es in der Begründung.

Auch ein weiteres Argument der Versicherung kassierten die Richter. Die Assekuranz hatte ihrem Kunden vorgeschlagen, zunächst mit einer Klage zu warten. Sollte durch die Abgasmanipulation der Wiederverkaufswert des Autos künftig tatsächlich sinken, könne dies zu einem späteren Zeitpunkt geltend gemacht werden. Dem Versicherungsnehmer ist es nach Ansicht des Gerichts allerdings nicht zuzumuten, trotz hinreichender Erfolgsaussichten mit rechtlichen Schritten gegen den Hersteller zu warten. Nach dem bisherigen Verhalten von Volkswagen spreche nichts dafür, dass der Konzern freiwillig den vom Kläger geltend gemachten Schadensersatzanspruch erfüllen werde und eine streitige Auseinandersetzung vermeidbar wäre (Az.: I-4 U 87/17). (sp-x)




360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Schadenersatz:






Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2018 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Kia Ceed

Weltpremiere des Golf-Konkurrenten

Im Frühsommer startet die dritte Generation des Golf-Konkurrenten Kia Ceed. Der kompakte Koreaner, entwickelt und gebaut Europa, glänzt mit einem soliden Design,...


img
Mehr Neugeschäft, mehr Gewinn

Rekordjahr für Daimler Financial

Das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte will die Konzernsparte nutzen, um die Digitalisierung ihrer Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen weiter voranzubringen.


img
Tankkarten

Total und BP/Aral erkennen Tankkarten gegenseitig an

Die Mineralölunternehmen Total und BP/Aral haben sich darauf verständigt, ihre Tankkarten in Europa gegenseitig zu akzeptieren.


img
Athlon Germany

Übergabe von fünf Ivecos an AO Deutschland

Athlon Germany stellt dem Online-Elektrohändler AO Deutschland fünf neue Iveco Transporter zur Verfügung.


img
Diesel-Fahrverbote

Kaum Fortschritte bei Software-Updates

Vor einem halben Jahr diskutierten Autobauer und Politik beim ersten Dieselgipfel Vorschläge für weniger Schadstoffe. Kurz vor einer wichtigen Gerichtsentscheidung...