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ADAC-Reform

Gegenwind vom Ex-Präsidenten

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Gegen die ADAC-Reform regt sich plötzlich intern Widerstand.
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Vor zwei Jahren durchlebte der ADAC die schwerste Krise in seiner Existenz. Auslöser war der Skandal um Manipulationen bei der Autowahl "Gelber Engel". Danach wurden Reformen angepackt - doch dagegen regt sich plötzlich intern Widerstand.

Bei der Reform des ADAC zeichnet sich zwei Monate vor der entscheidenden Hauptversammlung des Autoclubs ein Machtkampf ab. Wie die "Süddeutsche Zeitung" (Samstag) berichtet, will der frühere ADAC-Präsident und jetzige Vorsitzende des Regionalclubs Nordrhein, Peter Meyer, gegen die Pläne seines Nachfolgers August Markl mobil machen. Bis zu Meyers Vorstoß galt als sicher, dass die Reform wie von Markl geplant bei der Hauptversammlung am 7. Mai in Lübeck beschlossen wird.

Meyer, der im Zuge der Affäre um die manipulierte Autowahl "Gelber Engel" 2014 als ADAC-Chef zurücktrat, hat zu den Reformplänen dem Zeitungsbericht zufolge ein Rechtsgutachten seines Regionalclubs eingeholt, auf dessen Grundlage er die geplante Aufsplittung des ADAC in den Verein sowie eine Aktiengesellschaft und eine gemeinnützige Stiftung ablehnt.

Reformkurs beibehalten

Angesprochen auf das Gutachten des ADAC-Nordrhein sagte ADAC-Sprecher Christian Garrels am Samstag, man werde sich zu internen Dokumenten nicht öffentlich äußern. Der ADAC halte am beschlossenen Reformkurs und dessen zeitlicher Umsetzung fest. "Ein Scheitern des Reformprogramms könnte eine Aberkennung des Vereinsstatus für den ADAC nach sich ziehen", sagte Garrels der Deutschen Presse-Agentur. "Ebenso könnte es faktisch das Aus für ehrenamtliches Engagement von vielen zehntausend ADAC-Mitgliedern in ganz Deutschland bedeuten", sagte Garrels. Es sei oberstes Ziel der angestrebten Reform, eben diesen Vereinsstatus des ADAC langfristig zu erhalten.

Auch eine Sprecherin des ADAC Nordrhein teilte am Sonntag mit, man werde keine internen Dokumente kommentieren. Nach dem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" fühlt sich Ex-ADAC-Präsident Meyer getäuscht.

Laut dem Gutachten seines Regionalclubs würden Präsidiums- und Verwaltungsratsmitglieder des ADAC, die für die geplanten Änderungen stimmten, ihre Pflichten verletzen und müssten mit persönlichen Schadenersatzforderungen rechnen. Dem Bericht zufolge zog Meyer daraufhin seine bereits erfolgte Zustimmung zu den Reformplänen seines Nachfolgers zurück und beantragte, sie im Nachhinein als Gegenstimme zu werten.

Die Reformpläne mit der sogenannten "3-Säulen-Struktur" waren von den Gremien des ADAC Ende 2015 beschlossen worden. Auf der Hauptversammlung im Mai werden sie den Delegierten noch einmal mit der Bitte um deren clubpolitisches Votum zur Abstimmung vorgelegt. (dpa)

 

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