suchen
Audi-Stoßdämpfersystem "eRot"

Das Spritspar-Fahrwerk

1180px 664px
Dank der kompakten Bauweise der elektromechanischen Rotationsdämpfer an der Hinterachse sollen künftige Audimodelle größere Gepäckabteile bieten können.
©

Ein neues Fahrwerkssystem namens eRot soll künftig bei Audi mehr Komfort, bessere Fahrdynamik, größere Kofferräume und weniger Spritverbrauch ermöglichen.

Audi entwickelt derzeit ein innovatives Fahrwerkssystem, welches statt auf hydraulische Dämpfer auf elektromechanische Rotationsdämpfer an der Hinterachse setzt. Damit wollen die Ingolstädter den Bauraum optimieren, einen besseren Federungskomfort gewährleisten und über ein Rekuperationssystem sogar etwas Sprit sparen.

Das im Prototypen-Einsatz befindliche Fahrwerkssystem hat Audi eROT getauft. Das wichtigste Element sind die an der Hinterachse horizontal angeordneten elektromechanischen Rotationsdämpfer. Dank dieser sehr flach bauenden Fahrwerkskomponenten kann man auf die sonst üblichen, vertikal angeordneten Dämpfer-Feder-Kombinationen verzichten. Durch das bauraumoptimierte Packaging könnten künftige Serienfahrzeuge mehr Platz im Kofferraum bieten.

Zudem soll sich das Fahrwerk durch bessere Fahreigenschaften auszeichnen. Das eROT-System bietet bereits durch ein schnelleres Ansprechverhalten Vorteile. Zudem ist die frei definierbare Dämpfung aktiv regelbar, was eine vielseitige Anpassung an Straßenverhältnisse und Fahrstil erlaubt. Audi legt dabei die Druckstufe beim Einfedern komfortabel-weich aus, ohne dass dabei Abstriche bei der straffen Dämpfung der Zugstufe beim Ausfedern gemacht werden müssen.

Das eRot-System wird in Kombination mit einem 48-Volt-Bordnetz eingesetzt, wie es Audi bereits beim SQ7 verwendet. Der besondere Clou: Durch die Rotationsdämpfer ist es möglich, die Bewegungen des Radträgers über Hebelarme auf E-Motoren zu übertragen. Diese Motoren wandeln dann die Bewegungsenergie in elektrischen Strom, der mit seiner Einspeisung ins Bordnetz hilft, rund ein Zehntelliter Benzin auf 100 Kilometer einzusparen.

Neben dieser minimalen Spriteinsparung steht vor allem der Komfortgewinn im Vordergrund. Vom diesem werden sehr wahrscheinlich schon in naher Zukunft auch Serienmodelle von Audi profitieren. Vermutlich wird in klassischer Top-down-Weise die Technik zunächst in der Oberklasse zum Einsatz kommen und später in weiteren Modellen verfügbar sein. Die Chancen sollten also gut stehen, dass der für 2017 erwartete neue A8 bereits mit dem eRot-Fahrwerk vorfahren wird. (sp-x)




360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Fahrwerk:




Autoflotte Flottenlösung

AUDI AG Verkauf an Großkunden

I/VE-D16
85045 Ingolstadt

Tel: 0841/89-0


Web: www.audi.de/grosskunden


Fotos & Videos zum Thema Fahrwerk

img

Audi A1 Citycarver (2020)

img

Citroën-Studie 19_19


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2020 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Kleines Peugeot-SUV

Das kostet der neue 2008

Peugeot bringt die neue Generation seines kleinen SUV 2008 auf die Straße. Erstmals auch als E-Modell.


img
Fahrbericht Smart Fortwo

Zur Pflege

Smart ist seit knapp einem Jahr elektrisch. Ausschließlich. Und damit der erste "gedrehte" Hersteller. Jetzt kommt das Facelift des Elektrozwergs. Und er kommt der...


img
Diesel-Fahrverbote

Mehr als 16.000 Verstöße

In vier deutschen Städten gibt es bislang Diesel-Fahrverbote. Doch halten sich die betroffenen Autofahrer daran? Und wie häufig wird die Einhaltung des Verbots kontrolliert?


img
Fiktive Schadensregulierung

Müssen neue Gesetze her?

In Deutschland werden jedes Jahr rund 1,5 Millionen Kfz-Haftschäden "fiktiv" abgerechnet - das ist legal, aber nicht alle Autohalter sind ehrlich. Müssen neue Gesetze...


img
Zukunft im Tank

So sollen Kraftstoffe klimaneutral werden

Alle reden über die E-Mobilität. Doch so wichtig ihr Durchbruch für eine bessere CO2-Bilanz ist: Herkömmlicher Sprit hat noch große Öko-Reserven. Forscher entwickeln...