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Ohne Kaufprämien drohen Entlassungen

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Die Autoindustrie drängt auf Kaufprämien für Fahrzeuge - ansonsten drohen Entlassungen.
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Sollte es keine Konjunkturhilfen für die Autoindustrie geben, werde es Entlassungen geben müssen, warnt der Branchenverband VDA. Damit erhöht sich der Druck auf die Bundesregierung, die eine Entscheidung über Kaufanreize bis Anfang Juni fällen will.

Die Autoindustrie versucht in der Debatte um zusätzliche Kaufprämien für Autos den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen. Ohne Kaufanreize werde es Entlassungen geben müssen, sagte Arndt Kirchhoff, Vizepräsident des Branchenverbands VDA und geschäftsführender Gesellschafter der Kirchhoff-Gruppe dem "Handelsblatt" (Donnerstag). Er sprach sich vehement aus für Konjunkturhilfen, Kaufprämien für Autos und andere Maßnahmen, um die Nachfrage wieder anzukurbeln: "Mir ist da jedes Mittel recht."

Unter anderem der Wirtschaftsflügel der Unions-Bundestagsfraktion hatte sich gegen eine zusätzliche Kaufprämie für die Autoindustrie ausgesprochen. Die Bundesregierung hatte nach einem "Autogipfel" in der vergangenen Woche deutlich gemacht, bis Anfang Juni solle über mögliche Kaufanreize entschieden werden. Neben der Autobranche hatten sich auch die "Autoländer" Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg für Kaufprämien stark gemacht. Eine Prämie solle auch für moderne Benziner und Dieselautos gelten. Für E-Autos gibt es bereits eine Kaufprämie, diese soll nach den Vorstellungen der Länder erhöht werden.

Kirchhoff sagte der Zeitung, er glaube, dass die Autoindustrie mit den Zulieferern den größten Hebel biete, um die Anfrage anzukurbeln, nicht nur in Deutschland. Die europäischen Nachbarn profitierten ebenfalls davon. Denn in der Autoindustrie kämen 60 Prozent der Vorleistungen aus der EU, beim Maschinenbau seien es sogar 70 Prozent. Beide Industrien seien besonders vernetzt in Europa. "Setzt Deutschland Impulse, springen die Produktionen in ganz Europa wieder an."

Wie stark die Einbrüche bei den Autozulieferern sind, zeige sich bei Kirchhoff selbst. Der Absatz sei um 80 bis 90 Prozent eingebrochen. 66 Prozent der Mitarbeiter seien in Kurzarbeit. (dpa)




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