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Autoklau 2017

Schäden in Rekordhöhe

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Langfinger lieben Luxuskarossen: 2017 wurden in Deutschland weniger Pkw gestohlen als zuvor. Trotzdem stieg der wirtschaftliche Schaden deutlich – durch höhere Entschädigungen.
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Professionell organisierte Langfinger überwinden mit modernster Technik auch elektronische Wegfahrsperren. Trotzdem sinkt die Zahl der Autodiebstähle.

Von Andreas Rabenstein, dpa

Autodiebe haben im vergangenen Jahr einen wirtschaftlichen Schaden in Rekordhöhe angerichtet – obwohl sie weniger versicherte Fahrzeuge entwendeten. Der Grund: Die Kriminellen nahmen noch mehr als früher teure Geländewagen, Sportwagen und Limousinen mit. Das geht aus am Montag veröffentlichten Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor.

Wie viele Autos wurden gestohlen und wie hoch war der Schaden?

Gestohlen wurden 17.493 Autos (minus vier Prozent), die gegen Diebstahl versichert waren. Das waren 0,04 Prozent des Gesamtautobestandes von 46 Millionen in Deutschland. Autos, die nur haftpflichtversichert sind, tauchen in der GDV-Statistik nicht auf.

Die tatsächlichen Diebstahlszahlen liegen deshalb höher: Für Brandenburg etwa weist die GDV-Statistik 1.531 gestohlene Autos aus. Die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasst für das östlichste Bundesland hingegen 2.513 Fälle. Dabei sind auch die Diebstähle erfasst, in denen die Autos keine Teilkaskoversicherung hatten.

Der durchschnittliche Schaden betrug laut GDV 18.500 Euro (plus 13 Prozent). Die Gesamtsumme des Schadens bezifferte sich auf 324 Millionen Euro. Das waren acht Prozent mehr im Vergleich zu 2016.

Welche Autos werden am häufigsten gestohlen?

Am häufigsten wurden Autos der Marken VW, Audi, BMW und Mercedes gestohlen. Im Verhältnis zur Verbreitung der Modelle führt der Audi-SUV Q7 die Negativ-Liste an. Von 1.000 versicherten Fahrzeugen wurden im vergangenen Jahr 15 gestohlen. Aber auch Range Rover und Porsche waren sehr beliebt bei den oft organisierten Kriminellen.

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Wo schlugen die Diebe am meisten zu?

Am unsichersten lebten die Besitzer teurer Wagen im Osten Deutschland, wo organisierte Banden aus Osteuropa gerne agieren. Am wenigsten Verluste gab es im Süden. In ganz Bayern mit seinen 13 Millionen Einwohnern wurden nur 821 Autos mit Teilkaskoversicherung gestohlen. In Berlin dagegen (3,7 Millionen Einwohner) registrierten die Versicherungsfirmen 3.355 Diebstähle bei ihren Kunden. Das waren 3,6 gestohlene Autos auf 1.000 kaskoversicherte Personenwagen. Es folgt in der Liste mit großem Abstand Hamburg mit 1.143 Diebstählen (1,9 auf 1.000 Pkw), dann die östlichen Bundesländer Brandenburg (1,4), Sachsen (0,7) und Sachsen-Anhalt (0,7).

Wo gab es wenige Autodiebstähle?

Im Mittelfeld lagen nördliche und westliche Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern (0,5), Bremen (0,5), Nordrhein-Westfalen (0,5), Schleswig-Holstein (0,4) und Niedersachsen(0,4). Deutlich seltener kamen die Autos in Hessen (0,3), Thüringen (0,3) und Rheinland-Pfalz (0,2) weg. Die niedrigsten Diebstahlsquoten erzielten das Saarland (0,1), Baden-Württemberg (0,1) und Bayern (0,1).

Auch der Vergleich von Großstädten ändert nichts an den großen Unterschieden zwischen dem Osten und Süden. In München gab es nur 135 Diebstähle, in Stuttgart 43. Berlin hat 2,5 Mal so viel Einwohner wie München – aber 25 Mal so viele Autodiebstähle.

Wo kamen die teuersten Autos weg?

Die teuersten Autos stahlen die Diebe in Hessen. Da lag der durchschnittliche Schaden bei rund 25.500 Euro. Es folgten Hamburg mit knapp 22.700 Euro und Nordrhein-Westfalen mit knapp 20.000 Euro. Blickt man nur auf die Städte lag auf Platz eins Düsseldorf (rund 30.300 Euro) vor Wuppertal und Köln. Die niedrigsten Schäden pro Diebstahl registrierten die Versicherer in Karlsruhe und Bielefeld mit jeweils etwa 11.500 Euro.

Autodiebstahl 2017: Einen umfassenden Überblick bietet der GDV auf seiner Internetseite!




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