suchen
Autonomes Fahren

Bosch entwickelt Innenraumkamera fürs Auto

1180px 664px
Zulieferer wie Bosch arbeiten an Innenraumkameratechnik, die den Fahrer beobachtet und sein Verhalten auf sicherheitsrelevante Aspekte hin analysiert.
©

Um Autos sicherer und autonomer zu machen, sollen Innenraumkameras wichtige Dienste leisten. Auch Bosch ist dabei, entsprechende Techniken zur Serienreife zu bringen.

Auf der Elektronikmesse CES (7. bis 10. Januar) stellt Autozulieferer Bosch ein kamerabasiertes Insassen-Beobachtungssystem vor, welches neben mehr Sicherheit auch mehr Komfort ins Autos bringen soll. Ab 2022 könnte die Technik in Serie gehen.

Im Zentrum der Beobachtung steht der Fahrer, den eine Kamera im Lenkrad stets im Blick behält. Mit Unterstützung Künstlicher Intelligenz (KI) kann das System unter anderem erkennen, ob der Fahrer müde oder abgelenkt ist und ihn entsprechend vor kritischen Situationen warnen und nötigenfalls auch die Geschwindigkeit des Fahrzeugs reduzieren. Müdigkeitswarnsysteme sollen ab 2022 in der Europäischen Union als Anforderung für neue Autos verpflichtend werden, mit dem Ziel, Unfallzahlen zu senken. Ab 2025 sollen sie zudem in den Fahrplan des Bewertungsschemas von EuroNCAP aufgenommen werden.

Kamerabasierte Beobachtungstechniken können zudem in Hinblick auf autonomes Fahren wichtige Dienste leisten. Wer etwa einen Autobahnpilot einschaltet und dabei das Fahrzeug im Autonomie-Level 2 oder 3 viele Aufgaben übernimmt, muss der Fahrer dennoch stets bereit sein, selbst die Kontrolle zu übernehmen. Die Kameratechnik kann die Bereitschaft kontinuierlich überwachen und im Fall geschlossener Augen den Fahrer entsprechend warnen. Wenn bei einer Autobahnfahrt das Fahrzeug hochautomatisiert fährt und an einem Punkt die Verantwortung an den Fahrer zurückgeben muss, kann sich das System zudem vergewissern, ob dieser bereit dafür ist.

Darüber hinaus soll die Kameratechnik mit einer in der Nähe des Rückspiegels montierten Zusatzkamera auch Beifahrer und Fondpassagiere im Blick behalten. Schnallt sich ein Kind ab, wird der Fahrer darüber informiert. Außerdem erlaubt die Technik eine situationsbedingte Anpassung von Gurtstraffer und Airbags auf die jeweils aktuelle Position der Gäste. Wird ein Kind im Fond vergessen, können entsprechende Warnungen aufs Smartphone der Eltern oder gar an Rettungsdienste geschickt werden.

Weitere Anwendungen dienen dem Komfort. Das System kann unterschiedliche Fahrer identifizieren und deren jeweilige Lieblingseinstellungen etwa von Sitz, Lenkrad oder Audiosystem automatisch vornehmen. Außerdem erlaubt die Technik die Gestensteuerung von Fahrzeugfunktionen. (SP-X)




360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Bosch:





Fotos & Videos zum Thema Bosch

img

Bosch Connected World 2020

img

Lichttechnik Opel-Event

img

Messeübersicht CES 2019

img

Over-the-air-Diagnose

img

Autotrends CES 2018

img

Automated Valet Parking


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2020 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Flottenmanagement

Ford und ALD gründen Gemeinschaftsfirma

Bereits seit Jahren arbeiten der Autobauer und der Fuhrparkspezialist im Leasingbereich erfolgreich zusammen. Jetzt wird die Partnerschaft auf ein neues Level gehoben.


img
Bund kompensiert Emissionen aller Dienstreisen

CO2-Ausgleichszertifikate für 347.507 Tonnen

Die Bundesregierung kompensiert ihre Dienstreisen klimaneutral. Dieses Jahr wird dafür deutlich mehr Aufwand betrieben als noch ein Jahr zuvor. Kommendes Jahr könnte...


img
Mobilität der Zukunft

Hamburg will "riesiges Reallabor" werden

In der Hansestadt wollen Wissenschaftler und Praktiker die digitale Mobilität von Morgen im großen Stil erproben. Für die elf Teilprojekte mit rund 30 Partnern stellt...


img
Lieferzeiten bei E-Autos

Die meisten kommen noch dieses Jahr

Lange Zeit mussten E-Autokäufer ewig auf ihren Neuwagen warten. Die Situation hat sich mittlerweile entspannt.


img
Autofusion

Aus Fiat Chrysler und PSA wird "Stellantis"

Fiat Chrysler und PSA haben sich nach ihrer Fusion auf den neuen Namen "Stellantis" geeinigt. Er wird ausschließlich auf Konzernebene als Unternehmensmarke verwendet,...