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Hehler setzen zunehmend auf Online-Verkauf

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Gestohlene Autos werden nach Beobachtung der Polizei zunehmend ausgeschlachtet, um die Einzelteile über das Internet zu verkaufen.
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Mit dem Verkauf der Einzelteile wie Motoren, Getrieben oder Airbags lasse sich für Hehler mehr Geld verdienen als mit kompletten Autos.

Gestohlene Autos werden nach Beobachtung der Polizei zunehmend ausgeschlachtet, um die Einzelteile über das Internet zu verkaufen. Mit dem Verkauf der Einzelteile wie Motoren, Getrieben oder Airbags lasse sich für Hehler mehr Geld verdienen als mit kompletten Autos, sagt ein Experte der Polizei in Bayern. 

"Wird das Diebesgut zerlegt und einzeln verkauft, bringt das Fahrzeug das Zwei- bis Dreifache an Erlös", erläuterte der Passauer Polizeihauptkommissar Jürgen Zöls der Deutschen Presse-Agentur. Er gehört zu den wenigen Internetfahndern in Deutschland, die professionellen Autodieben und Hehlerbanden auf der Spur sind.

Etwa die Hälfte der gestohlenen Autos werde ausgeschlachtet, um die Einzelteile in Online-Auktionsforen zu verkaufen, sagte Zöls. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes blieben im vergangenen Jahr mehr als 18.500 in Deutschland gestohlene Autos dauerhaft verschwunden - zu 70 Prozent hatten sich die Diebe deutsche Marken ausgesucht.

Autoklau in Zahlen

Jahr für Jahr verschwinden in Deutschland etwa 19.000 gestohlene Autos auf Nimmerwiedersehen. Einige Zahlen aus dem Lagebild des Bundeskriminalamts für 2014: 

  • Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 18.549 auf Dauer gestohlene Pkw, etwa vier Prozent weniger als 2013 (19.395). Insgesamt wurde nach 34.653 Autos (2013: 35.696) gefahndet.
  • Etwa 70 Prozent der dauerhaft gestohlenen Pkw (13.240) sind deutsche Fabrikate.
  • In den östlichen Bundesländern verschwinden - gemessen pro 100.000 Zulassungen - seit Jahren die meisten Pkw auf Dauer. Allerdings wurden hier im vergangenen Jahr rückläufige Zahlen registriert. Im Gegensatz dazu wurden im Saarland, in Hessen und Nordrhein-Westfalen steigende Tendenzen festgestellt.
  • 18.017 Tatverdächtige wurden nach der Polizeilichen Kriminalstatistik bei den Delikten Diebstahl, Unterschlagung und Hehlerei von Kfz registriert. Wie in den Jahren zuvor waren rund zwei Drittel (11.616) deutsche Staatsangehörige. Bei den nichtdeutschen Verdächtigen dominierten erneut Polen, gefolgt von Türken.
  • Die Absatzmärkte für in Deutschland gestohlene Autos liegen überwiegend im Osten Europas. (dpa)



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