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Baden-Württemberg

358 Millionen Euro für "grünen Wasserstoff"

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Wasserstoff gilt vor allem im Nutzfahrzeugbereich als Hoffnungsträger für eine umweltfreundliche Fortbewegung. 
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Mit der Finanzspritze will die Landesregierung der heimische Industrie helfen, eine Vorreiterposition bei alternativen Antriebstechnologien zu erringen. Ein großer Teil des Geldes könnte an ein Gemeinschaftsprojekt von Daimler und Volvo fließen.

Grün-Schwarz in Baden-Württemberg will dem "grünen Wasserstoff" mit einer Finanzspritze für die Industrie zum Durchbruch verhelfen und den Südwesten zu einem führenden Standort für alternative Antriebstechnologien machen. Um die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie rasch voranzubringen, ist das Land bereit, entsprechende Projekte mit bis zu 358 Millionen Euro zu fördern. Voraussetzung ist, dass die Vorhaben von Cellcentric (Daimler/Volvo), ElringKlinger, Freudenberg, DaimlerTrucks oder Bosch auch vom Bund unterstützt werden.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) rechtfertigte die Staatshilfe am Dienstag damit, dass derzeit mit den Technologien noch kein Geld verdient werden könne. Wenn man sich weigere, an der europäischen Wasserstoff-Allianz teilzunehmen, gehe die Förderung in andere Länder. "So einfach ist die Welt." Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) sagte: "Ohne grünen Wasserstoff werden wir unsere Klimaschutzziele nicht erreichen." Zudem müssten die begünstigten Firmen auch einen Eigenanteil stemmen. Von der Förderung profitierten auch der Maschinen- und Anlagenbau im Land.

Cellcentric gilt als aussichtsreicher Förderkandidat

Der größte Batzen der Fördermittel könnte an das Gemeinschaftsunternehmen Cellcentric von Daimler und Volvo fließen, wenn sich beide Unternehmen entscheiden, im Südwesten eine Brennstoffzellen-"Gigafactory" zu errichten: Dann würden insgesamt 602 Millionen Euro fließen, davon 181 Millionen vom Land. 

Vor allem "grüner" Wasserstoff, für dessen Herstellung Ökostrom eingesetzt wird, soll beim klimafreundlichen Umbau von Produktionsprozessen in der Wirtschaft eine große Rolle spielen - also bei der Energiewende weg von den fossilen Brennstoffen Kohle und Gas. Eingesetzt werden soll der "grüne" Wasserstoff etwa zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe bei Autos, als Treibstoff in Brennstoffzellen-Fahrzeugen oder als Rohstoff in der Industrie. 62 deutsche Projekte sollen sich an einer großen europäischen Wasserstoff-Allianz beteiligen. Die Projekte sollen mit mehr als acht Milliarden Euro staatlich gefördert werden. (dpa)




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