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Bicar 3.0

Sharing-Alternative mit drei Rädern

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Ein Auto? Ein Roller? Nein, Bicar heißt ein neues Minimobil mit E-Antrieb aus der Schweiz.
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Das aus einem Projekt der Zürcher Hochschule ZHAW hervorgegangene Bicar nimmt finale Form an. Ein in Genf vorgestellter, neuer Prototyp des Dreirads gibt Ausblick auf das bald schon startende Serienmodell.

Auf dem Genfer Autosalon (bis 17. März) hat das Schweizer Start-up "Share your Bicar" die jüngste und finale Stufe ihres gleichnamigen Micromobils gezeigt. Die jetzt vorgestellte Version 3.0 entspricht dem Fahrzeug, das ab Sommer in einer Vorserie und dann ab 2020 in größerer Stückzahl gebaut werden soll.

Im Kern handelt es sich beim Bicar 3.0 um ein elektrisch angetriebenes Leichtfahrzeug (L2e), das im Vergleich zu einem Auto extrem wenig Verkehrsfläche beansprucht und dank Wetterschutz eine Ganzjahresnutzung erlaubt. Vor allem in Städten soll das überdachte Dreirad als Sharing-Alternative zu Rollern, Fahrrädern und Autos reüssieren.

Das eher hoch als lang bauende Fahrzeug steht auf drei Rädern, wie sie auch bei Motorrollern üblich sind. Die Vorderachse ist zweirädrig, hinten gibt es ein nur ein Rad, das einen zwei kW starken Nabenmotor integriert. Dank einer besonderen Neigungstechnik kippt die Fahrgastzelle bei Richtungswechseln zur Seite, wodurch sich das Bicar eng und mit einem gewissen Maß an Fahrspaß durch Kurven manövrieren lässt.

In der Ein-Personen-Kabine sitzt der Pilot über dem Hinterrad. Während der Fahrt muss er sich mit einem Dreipunktgurt anschnallen, wodurch der Helm-Verzicht möglich wird. Dank breiter Frontverkleidung und Dach ist der Fahrer vor Regen und Fahrtwind geschützt. Den behaglichen Komfort eines Automobils kann die zu den Seiten offene Fahrgastzelle allerdings nicht bieten.

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Die Ausstattung ist minimal. Ein Smartphone dient als Navi.
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Fahrgastzelle mit Solarmodul

Angetrieben wird das Bicar rein elektrisch, die Höchstgeschwindigkeit ist, wie bei Leichtfahrzeugen üblich, auf 45 km/h begrenzt. Als Besonderheit ist die Fahrgastzelle mit Solarzellen bestückt, mit denen sich die auch austauschbare 1-kWh-Traktionsbatterie unabhängig von einer Ladeinfrastruktur aufladen lässt.

Zunächst will Bicar im Herbst 2019 in den Städten Winterthur, Baden und Basel kleine Flotten im Sharing-Betrieb einsetzen. Nutzer sollen dann mit ihrem Smartphone ein Fahrzeug über eine spezielle Bicar-App spontan anmieten und nutzen können. Zeitnah will der Hersteller eine Serienzulassung beantragen, um sein Elektrodreirad 2020 offiziell auf den Markt zu bringen. Neben Sharing-Anbietern und Flottenbetreibern sollen auch Privatpersonen ein Bicar kaufen können. Ein Preis wurde noch nicht genannt. (SP-X)




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