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Autofahrer sind weiterhin E10-Muffel

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Autofahrer tanken nach wie vor selten den Biosprit E10.
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Zwar stieg der Anteil von E10 im vergangenen Jahr auf etwas über 13 Prozent an, dennoch tanken die meisten Autofahrer Super E5. Sie befürchten beim Biosprit negative Auswirkungen auf Fahrleistungen und Motoren.

Auch sieben Jahre nach seiner Einführung führt der Biosprit E10 an deutschen Tankstellen ein Nischendasein. Im vergangenen Jahr wurden 2,4 Millionen Tonnen E10 mit zehn Prozent Bioethanol abgesetzt und damit etwa 14.000 Tonnen mehr als im Jahr zuvor, teilte der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft am Donnerstag mit. Damit steige der Anteil von E10 am deutschen Benzinmarkt von 12,6 auf 13,4 Prozent, hieß es unter Berufung auf Zahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

Die Mineralölwirtschaft hatte 2011 bei der Einführung von E10 erwartet, dass der Kraftstoff die Standardsorte an den Tankstellen werden würde mit einem Marktanteil von deutlich über 50 Prozent. Das ist jedoch Super E5 mit maximal fünf Prozent Bioethanol und einem Marktanteil von 82 Prozent. E10 fand dagegen bei den Autofahrern nur wenig Anklang; sie befürchteten Qualitätsmängel und negative Auswirkungen auf Fahrleistungen und Motoren.

Insgesamt werden in Deutschland dem Sprit rund sechs Prozent Bioethanol beigemischt. Der Absatz war im vergangenen Jahr leicht rückläufig um 1,6 Prozent auf 1,2 Millionen Tonnen, zieht in diesem Jahr aber wieder an. Grund sind schärfere gesetzliche Vorgaben, nach denen die Benzinhersteller mehr CO2 einsparen sollen. Bioethanol, das auch in den ostdeutschen Bundesländern aus Industrierüben, Futtermitteln sowie Reststoffen und Abfällen hergestellt wird, verursacht 75 Prozent weniger Treibhausgas als Benzin aus Erdöl. (dpa)




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