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Zweiter ATU-Fuhrparktreff 2017

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Mehr als 50 Fuhrparkexperten kamen zum zweiten ATU-Fuhrparktreff des Jahres nach Leipzig.
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In der Leasingrückgabe liegt Kostensenkungspotenzial. Wie man Minderwertforderungen reduziert, erfuhren Flottenexperten am Mittwoch bei einem Branchenforum in Leipzig.

Von Christian F. Merten

Die Werkstattkette ATU lud zum zweiten Mal in diesem Jahr zu ihrem Fuhrparktreff. Im Da-Capo-Automuseum in Leipzig ging es am Mittwoch um die Abwicklung von Minderwerten bei der Leasingrückgabe sowie Smart-Repair-Methoden. Mehr als 50 Fuhrparkexperten lauschten dazu den Ausführungen von Inka Pichler-Gieser, Fachanwältin für Verkehrsrecht bei der Wiesbadener Kanzlei Kasten & Pichler, und Sebastian Gürtler, Leiter Smart Repair bei ATU.

Pichler-Gieser klassifizierte mögliche Beanstandungen seitens der Leasinggeber dazu in vier Kategorien: gewöhnliche Gebrauchsspuren, Gebrauchsspuren aufgrund von übermäßiger Nutzung, Mängel und Schäden sowie Verschleiß. Mit Blick auf gewöhnliche Gebrauchsspuren unterstrich Pichler-Gieser, diese dürften nicht als Minderwert in Rechnung gestellt werden: "Kleine Dellen und Kratzer sind völlig normal." Anders sehe das bei Gebrauchsspuren aufgrund übermäßiger Nutzung aus, zum Beispiel Verschmutzungsschäden. Allerdings gilt in diesem Fall laut Pichler-Gieser: "Hier trägt der Leasinggeber die Beweislast, dass es sich um übermäßige Nutzung handelt." Außerdem sollten Fuhrparkverantwortliche entsprechende Forderungen kritisch hinterfragen: "Wer das Rückgabegutachten sofort akzeptiert, hat bei möglichen späteren Konflikten mit dem Leasinggeber dazu schlechte Karten", so die Juristin.

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Pichler-Gieser sagte außerdem, dass die Grenze zwischen Gebrauchsspuren aus gewöhnlichem und außergewöhnlichem Gebrauch fließend seien: "Das hängt ab vom Einsatzzweck, vom Einsatzort oder auch der Kilometerlaufleistung." Generell riet sie den Fuhrparkverantwortlichen im Sinne einer Minimierung der Minderwertforderungen, die Fahrzeuge vorab zu reinigen, Checklisten für die Fahrzeugrückgabe anzufertigen, im Falle des Falles Smart-Repair-Lösungen zu nutzen und den Fahrzeugzustand in jedem Fall zu dokumentieren.

Anknüpfend daran stellte Sebastian Gürtler die Smart-Repair-Leistungen der Weidener Werkstattkette sowie den neuen "A.T.U-Schadenmanager" vor. Smart Repair berge insbesondere im Vorfeld der Leasingrückgabe erhebliche Kostensenkungspotenziale und verkürze den Prozess außerdem signifikant. Das Schadenmanagement, das ATU in diesem Zusammenhang mit den Schachverständigen von SZU anbietet, ermögliche dabei deutschlandweit eine detaillierte Kostenkalkulation sowie einheitliche Abwicklungsprozesse, sagte Gürtler.

Den vollständigen Bericht zum ATU-Fuhrparktreff in Leipzig lesen Sie in Autoflotte 11/2017.




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