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Branchenwandel

Volvo Deutschland krempelt Führungsstruktur um

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VCG-Chef Thomas Bauch ist ab 2020 zusätzlich für den neuen Geschäftsbereich Sales and Future Business Models zuständig.
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Neue Direktionsbereiche, erweiterte Aufgaben, personelle Wechsel: In der Geschäftsleitung des Kölner Importeurs bleibt ab 1. Januar 2020 fast kein Stein auf dem anderen. Stärker im Fokus: das Flottengeschäft.

Volvo Car Germany (VCG) stellt sich an der Spitze neu auf. Mit einer neuen Geschäftsleitungsstruktur will sich der Kölner Importeur auf den tiefgreifenden Wandel in der Autobranche einstellen. Die ab 1. Januar 2020 gültigen Anpassungen sind nicht nur personeller Natur. Einige klassische Geschäftsbereiche werden um zusätzliche Aufgaben erweitert oder auch zusammengeführt, neue Sparten kommen hinzu. Ein weiterer Fokus liegt auf der Internationalisierung.

"Das Automobilgeschäft verändert sich rasant und damit die Anforderungen in nahezu allen Bereichen. Darauf reagieren wir mit der Umgestaltung der Geschäftsleitung", sagte VCG-Chef Thomas Bauch laut einer Mitteilung. Die neuen Direktionen könnten sich dadurch noch besser auf die jeweiligen Aufgaben-Schwerpunkte konzentrieren. Bauch: "Jeder Bereich wird dabei die Transformation hin zur Elektromobilität und zum Mobilitätsunternehmen in den Mittelpunkt stellen."

Auf dem deutschen Markt ist Volvo seit nunmehr sechs Jahren auf Wachstumskurs. 2019 will die Premiummarke mit über 50.000 Neuzulassungen abschließen, das entspricht nahezu einer Verdopplung gegenüber 2013: "Die erfolgreiche Arbeit unserer Organisation (…) erhält die Wertschätzung des Vorstandes von Volvo Cars. Das führt dazu, dass unsere Expertise in internationale Aufgaben einfließt und wir mit der Neuaufstellung der Geschäftsführung beispielhaft vorangehen", betonte Bauch.

Die VCG-Neuausrichtung im Überblick

  • Frank Denzin (55) scheidet aus der Verantwortung des Direktors Customer Service aus und leitet künftig die neu gegründete Uptime Organisation Central Europe. Der firmeneigene Dienstleister ist für verschiedenste Volvo-Bereiche global tätig, etwa für das Abo-Modell "Care by Volvo" oder die Performance-Marke Polestar. Ebenso gehört der Bereich Customer Experience zu den Aufgaben von Denzin. Sein Dienstsitz bleibt in Köln, das Volvo Cars Competence Center im hessischen Dietzenbach wird derzeit zu einem länderübergreifenden Uptime-Standort aufgebaut.
  • Vertriebschef Ralph Kranz verantwortet fortan den neuen Geschäftsbereich Customer Retention and Used Cars, der den Kundendienst und das Gebrauchtwagengeschäft unter einem Dach zusammenbringt. Der 47-Jährige muss damit zwei Bereiche zu einer Einheit formen, die für die Profitabilität des Unternehmens und der Handelspartner wichtig sind. Insbesondere die Transformation von Fahrzeugen mit klassischem Verbrennungsmotor hin zu rein elektrischen Modellen dürfte den Service und das GW-Geschäft einschneidend verändern.
  • Geschäftsführer Thomas Bauch (56) übernimmt in Personalunion den neuen Bereich Sales and Future Business Models, der aus dem Vertrieb hervorgeht. So will Volvo das seit Jahren wachsende Geschäft mit Gewerbekunden und Flotten besser abbilden. Gleichermaßen sollen neue Geschäftsbeziehungen aufgebaut und bestehende gestärkt werden.
  • Neue Mitglieder im erweiterten deutschen Führungsteam werden Torben Meyer (41) als Head of Customer Service und Axel Zurhausen (50) als Head of Fleet and Retail Sales. Unter der Führung von Meyer, bisher Abteilungsleiter Teile und Logistik, stehen ab dem nächsten Jahr die Bereiche Garantie/Kulanz, Teile-Logistik und Produkt sowie das Customer Relationship Center und der Außendienst. Großkunden-Spezialist Zurhausen übernimmt den Vertrieb der Marke innerhalb der Sparte Sales und Future Business Models. 

Unberührt von den strukturellen Veränderungen bleiben die Geschäftsbereiche Finanzen, Händlernetzentwicklung, Marketing, Personal sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die von den Prokuristen Thomas Mengelkoch, Rüdiger Hüttemann, Volker Brien, Andrea Maas und Olaf H. Meidt geführt werden. (rp)




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