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BVF-Statement zu Plänen Scheuers

Deutschland bitte zuerst

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BVF-Geschäftsführer Axel Schäfer wünscht sich, dass erst einmal im eigenen Land gehandelt wird.
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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer forciert ein europaweites einheitliches Bezahlsystem fürs Stromladen und Wasserstofftanken. Der Bundesverband Fuhrparkmanagement (BVF) appelliert, sich erst einmal um die Herausforderungen im eigenen Land zu kümmern.

Auf einer virtuellen Konferenz diskutierten Vertreter der EU-Kommission, der EU-Mitgliedstaaten, von europäischen Interessenvertretungen und der Industrie Anfang September über die Anforderungen einer europaweit verlässlichen und nutzerfreundlichen Infrastruktur und dem dazugehörigen einheitlichen Bezahlsystem. Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer forciert diese Idee. Er erklärte anlässlich der Konferenz, alleine mit der Elektrifizierung des Verkehrs könnten Millionen Tonnen an CO2 eingespart werden. Zwingende Voraussetzung dafür sei ein gut ausgebautes und grenzüberschreitendes Ladenetz in Europa, das unkompliziertes und schnelles Nachladen garantiere.

"Wir begrüßen ja diesen europaweiten Ansatz unseres Verkehrsministers, schön wäre es aber im ersten Schritt, wenn das hier in Deutschland schon mal funktionieren würde", so Axel Schäfer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement (BVF). Denn nach wie vor seien die derzeitigen Abrechnungsprozesse und Tarifgestaltungen an öffentlichen Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Deutschland für Unternehmen, die einen Fuhrpark betreiben, katastrophal.

"Wir haben den Eindruck, dass bevor die notwendigen Umsetzungen hier in Deutschland losgehen, zuerst nach Europa gerufen wird. Dann kann man sich im Heimatland erst mal wieder hinlegen", fürchtet Schäfer. Die Kosten müssten die Unternehmen tragen und je länger das dauere, desto mehr schade das den deutschen Unternehmen – mit Auswirkungen auf Ertrag, Arbeitsplätze, Innovationsgeschwindigkeit und Klimaschutz

Laut BVF wäre eine europaweite Harmonisierung des Bezahlsystems an den Ladestationen begrüßenswert, aber im Inland sei sie dringend notwendig und könne nicht in die europäische Bürokratie für die nächsten Jahre verschoben werden. "Das ist das, was wir ernsthaft befürchten. So muss das Thema in Deutschland vor der nächsten Wahl nicht mehr umgesetzt werden. Europa ist ja am Zug", warnt Schäfer. Deswegen hoffe der Verband, dass er diese Information insoweit missverstanden habe und das Bundesministerium erstmal oder parallel vor der eigenen Haustür ein Vorzeigesystem installiere, an dem sich alle anderen EU-Mitglieder ein (positives) Beispiel nehmen könnten. (red)




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