suchen
Carsharing-Gesetz

Verband fordert schnellere Umsetzung

1180px 664px
Carsharing: Viele Kommunen warten ab, weil entsprechende Änderungen der Straßenverkehrsordnung (StVO) noch nicht vorgenommen worden sind.
©

Mit dem "Gesetz zur Bevorrechtigung des Carsharing" will die Regierung das Nutzungsmodell fördern, um den Verkehr zu entlasten. Doch wichtige Regelungen zur Umsetzung liegen noch immer nicht vor.

Der Bundesverband Carsharing hat vom Verkehrsministerium (BMVI) erneut mehr Tempo bei der Umsetzung des vor zwei Jahren in Kraft getretenen Carsharing-Gesetzes gefordert. Das Ministerium habe "wichtige Grundlagen zur Umsetzung des Gesetzes immer noch nicht vorgelegt", teilte der Verband mit. So fehlten etwa Regeln für die Beschilderung von Carsharing-Stellplätzen oder für die amtliche Kennzeichnung der Fahrzeuge.

"Das Carsharing-Gesetz ist ein Instrument zur Förderung der Verkehrswende", teilte Verbands-Geschäftsführer Gunnar Nehrke mit. "Es ist schwer verständlich, dass der Bundesverkehrsminister die Umsetzung seit zwei Jahren verzögert." Das Ministerium wies die Vorwürfe als "nicht nachvollziehbar" zurück. "Das BMVI schafft Vorteile für Carsharing-Fahrzeuge, um diese Form der Mobilität besonders zu fördern", so die Behörde.

Viele Kommunen warteten ab, weil entsprechende Änderungen der Straßenverkehrsordnung (StVO) noch nicht vorgenommen worden seien, hieß es vom Verband weiter. Vor allem stationsbasierte Carsharing-Angebote dürften aber ohne kommunale Genehmigung ihre Fahrzeuge nicht im öffentlichen Raum bereitstellen. Ein Großteil dieser Fahrzeuge stehe deshalb auf privaten Flächen, wo er "weitgehend unsichtbar" bleibe.

StVO-Novelle noch dieses Jahr

Der Verband räumte indes ein, dass das Ministerium entsprechende Änderungen der StVO noch für dieses Jahr angekündigt habe. In der entsprechenden Novelle heißt es unter anderem: "Eingeführt werden u.a. ein neues Sinnbild, das als Grundlage für Zusatzzeichen Carsharing-Fahrzeugen bevorrechtigtes Parken ermöglicht, und ein Ausweis zur Kennzeichnung der Carsharing-Fahrzeuge, den Carsharing-Nutzer hierfür gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe legen."

Mit dem "Gesetz zur Bevorrechtigung des Carsharing" will die Bundesregierung das Modell fördern, mit dem sich mehrere Menschen ein Fahrzeug teilen, um den Verkehr zu entlasten. Ermöglicht werden sollen so etwa kostenfreie Sonderparkplätze für Carsharing-Fahrzeuge. (dpa)




360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Carsharing:





Fotos & Videos zum Thema Carsharing

img

Bosch Connected World 2020

img

Audi AiMe

img

Elektroauto-Konzept FEV Sven

img

Opel Maven


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2020 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Kraftstoffpreise im ersten Halbjahr

Mehr als 30 Cent Differenz

Der Corona-Lockdown hat auch den Kraftstoffmarkt durcheinandergewirbelt. Ende April waren die Spritpreise auf ihrem Tiefststand.  


img
Experten

Lastenräder können zur Verkehrswende beitragen

Vor allem in Gebieten, wo Fußgängerzonen und geringe Durchschnittsgeschwindigkeiten Autos ausbremsen, sind Cargobikes im Vorteil. Nach Meinung von Fachleuten können...


img
Fuhrparkmanagement

Online-Training für Einsteiger

Worauf neue Fuhrparkverantwortliche in den ersten Wochen besonders achten müssen, vermittelt der BVF jetzt in einem kompakten Selbstlernkurs.


img
Apporo

Corona-Schutz für Flottenfahrzeuge

Die PVC-Folie "Taxiglas" der Apporo GmbH ist in fast alle gängigen Kfz-Typen einsetzbar.


img
Neuer Bußgeldkatalog

Länder setzen neue Fahrverbots-Regeln außer Kraft

Das Hin und Her beim neuen Bußgeldkatalog stellt auch die Bundesländer vor Herausforderungen. Einige wollen schnellstmöglich zur alten Rechtslage zurückkehren.