suchen
Dataforce Powertrain Analyse

Fuhrparkleiter sehen Elektrifizierung kritisch

1180px 664px
Ein Hauptgrund für die negative Meinung der Fuhrparkleiter gegenüber alternativen Antrieben sind die niedrigen Reichweiten.
©

Die Meinung der Flottenverantwortlichen über alternativ betriebene Fahrzeuge ist verbesserungswürdig, wie die Dataforce Powertrain Analyse 2018 zeigt. Bemängelt werden die Reichweiten von E-Autos und die Ladeinfrastruktur.

Nach Einschätzung der Flottenexperten von Dataforce herrscht teilweise immer noch große Unwissenheit zum Thema alternativ betriebener Fahrzeuge, gepaart mit mangelnder Informationspolitik der Hersteller. Zu diesem Ergebnis kommt die knapp 70-seitige Sonderanalyse "Powertrain" des Marktforschungs- und Beratungsinstituts. Die Studie umfasst aktuelle Zahlen zur Entwicklung der Kraftstoffarten im Markt und gibt Auskunft über die Visionen der Fuhrparkleiter im Kontext Mobilität der Zukunft.

Knapp 60 Prozent aller befragten Fuhrparkleiter haben hinsichtlich alternativ betriebener Fahrzeuge eine negativ behaftete Meinung. Hauptsächlich wird hier mit einer zu geringen Reichweite argumentiert. Als Richtgröße, mit der 80 Prozent zufrieden wären, hat sich in der Befragung eine Größenordnung von 600 Kilometern Reichweite herauskristallisiert. Bemängelt werden außerdem die schlechte Ladeinfrastruktur sowie die zu hohen Anschaffungskosten. Hierbei ist jedoch ein Großteil bereit, einen geringen Teil an Mehrkosten in Kauf zu nehmen.

Wie zu erwarten sind Dieselfahrzeuge immer noch die unangefochtene Nummer eins in deutschen Fuhrparks. Es ist laut Dataforce jedoch deutlich sichtbar, dass in den letzten Jahren sowohl im Gesamt- als auch im Flottenmarkt erheblich weniger Dieselfahrzeuge zugelassen wurden. Eine Erklärung dafür biete die "Dieselkrise" in Verbindung mit den tatsächlichen und erwarteten Fahrverboten. Im Zuge dessen seien in der Vergangenheit insbesondere Benziner in Haushalten und Fuhrparks als Ersatz- beziehungsweise Alternativfahrzeuge angeschafft worden.

Neuzulassungen bei alternativen Antrieben gestiegen

Wie Dataforce erklärt, erfahren die alternativ betriebenen Fahrzeuge in den letzten Jahren prozentual einen erheblichen Anstieg bei den Neuzulassungen. Während diese im Gesamtmarkt mit 1,5 Prozent aller Neuzulassungen von den Hybriden angeführt würden, lägen im relevanten Flottenmarkt Hybride, E-Fahrzeuge sowie Plug-in-Hybride mit 1,3 beziehungsweise 1,2 Prozent gleichauf. Betrachte man die Verteilung über die unterschiedlichen Größenklassen hinweg, hätten E-Fahrzeuge in kleinen Fuhrparks deutliche die Nase vorn – mit einer kleinen Ausnahme der Hybridfahrzeug-Neuzulassungen. Diese seien teilweise in den größeren Flotten überdurchschnittlich vertreten. Das Fazit von Dataforce: "Einen Fuhrpark komplett umzustellen, passiert nicht von heute auf morgen und zudem muss eine Menge Geld investiert werden. Deshalb sollte man dem Thema etwas Geduld gegenüberbringen." (red)




360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Alternative Antriebe:





Fotos & Videos zum Thema Alternative Antriebe

img

Toyota Mirai II

img

E-Mobility-Strategie von Kia

img

Ford Mondeo Turnier Hybrid (2020)

img

Toyota-Fine-Comfort-Ride-Concept

img

Wasserstoff-Tour mit dem Toyota Mirai

img

Faraday Future FF91

1 Kommentar

1 18.12.2018 Horst Honk

Na dann heißt es wohl demnächst wieder mit der Pferdekutsche durch die Fahrverbotszone zuckeln ;-)


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2020 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Bundesverband Fuhrparkmanagement

Konjunkturpaket nutzlos für Fuhrparkbetreiber

Der Fuhrparkverband kritisiert das von der Bundesregierung verabschiedete Konjunkturprogramm. Eine antriebsunabhängige Kaufprämie hätte Automobilindustrie und gewerblichen...


img
Konjunkturpaket beschlossen

Mehrwertsteuer-Senkung und E-Auto-Prämie

Die Spitzen von CDU, CSU und SPD haben sich auf ein umfassendes Konjunkturprogramm geeinigt. Es sieht eine Senkung der Mehrwertsteuer und eine zusätzliche Kaufprämie...


img
BMW 4er

An der Nase sollst du ihn erkennen

BMWs Mittelklasse-Coupé emanzipiert sich in der Neuauflage stärker von 3er-Limousine und -kombi. Das neue Selbstbewusstsein fällt schon auf den ersten Blick auf.


img
New Yorker Automesse

Nun doch eine Absage

Nachdem der Termin im April nicht gehalten werden konnte, sollte die New Yorker Automesse eigentlich im August stattfinden. Daraus wird nun nichts.


img
VW Nivus

Aus Brasilien für Deutschland

VW baut sein SUV-Angebot weiter aus. Im kommenden Jahr kommt ein kleines Crossover-Coupé, das nun in Südamerika Premiere gefeiert hat.