suchen
Diesel-Nachbesserung

HU-Probleme für Rückruf-Verweigerer

1180px 664px
Die KÜS kontrolliert die KBA-Rückrufaktion beim HU-Termin. Der Adapter checkt die Zulässigkeit und Vorschriftsmäßigkeit der installierten Motorsoftware.
©

Wer im Rahmen des Dieselskandals offiziell zur Umrüstung beordert wird, sollte auch in die Werkstatt gehen. Ansonsten droht Ärger bei der nächsten Hauptuntersuchung.

Wer einen VW mit manipuliertem Dieselmotor nicht umrüsten lässt, kann Probleme bei der Hauptuntersuchung (HU) bekommen. Bei einer Vielzahl der Modelle aus dem Volkswagen-Konzern kann per Diagnosestecker die in der Fachwerkstatt durchgeführte Umprogrammierung überprüft werden, wie die Sachverständigenorganisation KÜS mit Blick auf die vom Kraftfahrt-Bundesamt angeordnete Rückrufaktion mitteilte. Die Daten hierzu liefere die FSD Fahrzeugsystemdaten GmbH, bei der unter anderem die Prüfdienstleister Gesellschafter sind.

Nach Angaben der KÜS werden aktuell unter anderem die Modelle VW Amarok, Audi A4, A5, A6 und Q5 sowie Seat Exeo überprüft. Per HU-Adapter können die Experten erkennen, ob das Auto noch nicht an der Rückrufaktion teilgenommen hat oder die alte Software anschließend wieder aufgespielt wurde. Hier besteht der Verdacht auf Manipulation – ebenso wie bei dem Fall, dass eine Abfrage der Softwaredaten nicht möglich ist.

Alle aufgeführten Mängel können laut KÜS als "erheblich" eingestuft werden, das bedeutet, dass die Plakette verweigert wird. Wer seinen Diesel-Pkw bereits umgerüstet hat, sollte sicherheitshalber das Serviceheft als Beleg zur HU mitbringen.

Die Überprüfung der Teilnahme an der Rückrufaktion soll laut Bundesregierung als Baustein zur Herstellung der Konformität der betroffenen Fahrzeuge dienen. Die Regelung gilt für die 2,4 Millionen Fahrzeuge des VW-Konzerns, die das Bundesverkehrsministerium verpflichtend zurückgerufen hat. Die rund 630.000 freiwillig zurückgerufenen Pkw anderer Hersteller sind nicht betroffen. Zuletzt hatte der VW-Konzern gemeldet, dass 65 Prozent der zurückgerufenen Fahrzeuge bereits umgerüstet wurden. (sp-x/hh/rp)




360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Hauptuntersuchung:






Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2018 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Diesel-Urteil

Regierung will erst Entscheidung abwarten

Die Bundesregierung will erst das Diesel-Urteil abwarten, bevor Konsequenzen beschlossen werden sollen. Das Umweltministerium favorisiert Nachrüstungen, bevor eine...


img
Alphabet Deutschland

Ladesäulen zum leasen

Der Business Mobility-Anbieter Alphabet bietet Fuhrparks ab sofort zusätzlich zum Fahrzeugleasing auch das Leasing von Ladesäulen an.


img
Verhalten bei Winterfahrten

Plötzliche Kälteeinbrüche und Schnee

Im Winter lauern viele Tücken auf Autofahrer – auch rechtlicher Art. Das fängt bei den richtigen Reifen an und hört beim Waschen des Autos noch nicht auf.


img
Neuer Hochdach-Peugeot

Modischer Crossover Rifter

Einfach ein guter Partner zu sein, reicht nicht mehr. Peugeot positioniert seinen zuletzt recht prosaischen Familientransporter daher neu.


img
Europa

Nfz-Markt legt zu

Die Wirtschaft läuft gut und mit ihr die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen. Der europäische Nutzfahrzeugmarkt ist im Januar laut dem Branchenverband Acea um 7,9 Prozent...