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Elektromobilität in Europa

Keine Stromer im Südosten

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Nicht überall laufen E-Autos so gut wie in Norwegen.
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E-Autos sind was für Reiche: Was innerhalb Deutschlands schon nicht ganz falsch scheint, ist europaweit gesehen bestürzend richtig.

Die Elektromobilität bleibt ein Phänomen der reichen Länder. In Staaten mit einem Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt unterhalb von 18.000 Euro spielen sie nach wie vor keine Rolle, wie aus einer Studie des europäischen Kfz-Herstellerverbandes ACEA hervorgeht. Einen Marktanteil größer als 1,8 Prozent erreichen sie demnach lediglich in Ländern mit einem Bruttoinlandsprodukt von mehr als 35.000 Euro pro Kopf.

Rund 85 Prozent aller E-Auto-Neuzulassungen in Europa entfallen auf sechs besonders wohlhabende Staaten wie Norwegen, Deutschland und Frankreich. Kaum Kunden finden E-Mobile hingegen in Estland, Rumänien und Griechenland – die Neuzulassungen lagen dort 2017 zwischen 43 und 199 Fahrzeugen. Angesichts dieser Zahlen diagnostiziert der Verband eine Ost-West- sowie eine Nord-Süd-Spaltung des Kontinents.

Eine ähnliche Ungleichverteilung gibt es auch bei den Ladesäulen: 76 Prozent aller öffentlichen europäischen Stromzapfstellen verteilen sich auf die vier Länder Holland, Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Im Gegensatz dazu gibt es beispielsweise in ganz Griechenland gerade einmal 38 Ladepunkte.

Die ACEA weist regelmäßig mit aktualisierten Statistiken auf das E-Mobilitätsgefälle in der EU hin und fordert höhere Investitionen in die neue Antriebstechnik. Gleichzeitig positioniert sich der Verband so gegen die in der Politik diskutierten, europaweiten E-Auto-Quoten für Autohersteller nach chinesischem Vorbild. Diese seien realitätsfern und nicht kurzfristig zu erreichen. (SP-X)




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