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Ermittlungen

Betrugsverdacht gegen Mietwagenfirma

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Der Internetauftritt von Dexcar
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Der Anbieter Dexcar wirbt mit einem "innovativen und neuartigen Ansatz" für die Autovermietung. Doch in der Vergangenheit ging es anscheinend nicht immer mit rechten Dingen zu.

Eine Mietwagenfirma aus dem Ruhrgebiet steht unter Betrugsverdacht. Die Staatsanwaltschaft Bochum führe ein Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen einer in Essen ansässigen Autovermietung sowie gegen einen externen Vermittler, teilte eine Behördensprecherin am Montag mit. Ermittelt werde wegen Betrugsverdachts sowie wegen strafbarer Werbung. Die Beschuldigten hätten die Tatvorwürfe bestritten. Weitere Angaben machte die Sprecherin wegen der laufenden Ermittlungen nicht.

Nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung" ("SZ") und WDR handelt es sich um die Firma Dexcar. Ein Manager habe erklärt, man sei Opfer einer Verleumdungskampagne geworden, berichteten "SZ" und WDR. In Italien hatte die Kartellbehörde im März 2017 eine Geldstrafe in Höhe von 400.000 Euro gegen Dexcar verhängt. Dort seien zwischen Oktober 2014 und Juni 2016 rund 22.000 Aufträge akquiriert worden, aber nur etwa 200 Fahrzeuge an italienische Verbraucher ausgeliefert worden.

In Deutschland könnte eine "Vielzahl von Kunden" betroffen sein, hatte ein Sprecher der Bochumer Staatsanwaltschaft "SZ" und WDR gesagt. Auch in Österreich laufen Ermittlungen gegen Dexcar. Das hat die Staatsanwaltschaft Feldkirch der Nachrichtenagentur APA am Montag bestätigt. Von Dexcar war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Carsharing per "Spende"

Dexcar wirbt im Internet damit, "einen innovativen und neuartigen Ansatz für die Autovermietung" entwickelt zu haben. Neben kurz- und langfristiger Vermietung bietet das Unternehmen eine Art Carsharing mit Crowdfunding an. Nach Zahlung einer "Spende" und zwei Jahren Wartezeit könne der Wagen zwei Jahre lang kostenlos gefahren werden – einschließlich aller Versicherungen, Steuer und Wartung, heißt es auf der Dexcar-Internetseite. In diesem System würden die Fahrzeuge in großen Stückzahlen direkt beim Hersteller gekauft und nach zwei Jahren auf dem Gebrauchtwagenmarkt weiterverkauft. (dpa)




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