suchen
EU

Umweltministerium rechnet mit E-Auto-Quote

1180px 664px
Das Umweltministerium rechnet mit einer E-Auto-Quote für Autobauer und -importeure.
©

Kommenden Herbst könnte von der EU ein Vorschlag für eine Quote für abgasfreie Autos kommen. Autobauer gehen momentan von einem Anteil in Höhe von etwa 25 Prozent bis 2025 aus.

Das Bundesumweltministerium erwartet im Herbst einen Vorstoß der EU für eine verbindliche Quote abgasfreier Autos auf Europas Straßen. Über die Höhe der Quote werde man noch sprechen, sagte Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth am Mittwoch in Berlin. Die Autobauer selbst gingen derzeit von einem Anteil von etwa 25 Prozent bis 2025 aus. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte Anfang der Woche eine verbindliche Quote für die Zulassung von E-Autos in den EU-Ländern gefordert. Vorreiter in Sachen Elektroquote ist China, dort soll diese schon ab 2018 gelten - wogegen die Bundesregierung wegen befürchteter Nachteile für die deutsche Industrie protestiert hatte.  

Flasbarth geht davon aus, dass es in der EU keine Absatzprobleme geben wird, da Elektroautos schon bald deutlich günstiger würden als heute. Das sei eine Frage der Preisgestaltung und der Produktpalette, "das hat bei den Herstellern bisher nicht geklappt." Dass der Staat die Finanzierung übernehme, schloss er aus.

Deutschlands Autohersteller investieren derzeit große Summen in die Entwicklung von E-Autos, getrieben unter anderem von der Entwicklung in China. Beispiel Audi: "Wir wollen 2025 - das sind immerhin noch acht Jahre - einen Anteil an Elektrofahrzeugen von etwa einem Drittel am Gesamtabsatz haben", sagte Technik-Vorstand Peter Mertens der "Heilbronner Stimme". Die anderen zwei Drittel würden weiter konventionell unterwegs sein. Deswegen wird auch nach Einschätzung des Managers auch der Diesel nicht verschwinden: "Ich stimme da nicht in den Abgesang mit ein, der Diesel ist und bleibt sehr wichtig."

Umweltsstaatssekretär Flasbarth erwartet keine reine E-Auto-Quote: Neben Elektroautos mit Batterien kämen auch Antriebe mit Brennstoffzellen in Frage, so Flasbarth. Der Staatssekretär geht aber davon aus, dass Batterien sich durchsetzen, da sie am effizientesten seien und auf den wichtigen Automärkten bereits auf dem Vormarsch. Wenn der Staat in den Ausbau etwa von Lade-Infrastruktur investiere, müsse es "irgendwann eine Weichenstellung" geben.

Als Folge des Dieselgipfels soll Flasbarth zufolge eine der vier angekündigten Expertengruppen kommende Woche zum ersten Mal tagen. Am Donnerstag kommende Woche (24.8.) sollen staatliche und nichtstaatliche Experten über Umrüstungen von Taxis und dem öffentlichen Personennahverkehr beraten. Die Expertengruppe wird vom Umweltministerium und der Stadt Hamburg geleitet. (dpa)




360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Elektroantrieb:





Fotos & Videos zum Thema Elektroantrieb

img

Kia Niro EV Concept

img

Citroën E-Mehari

img

Smart-Mobil EU-Live

img

BMW i3s (2018)

img

Tesla Roadster 2.0

img

Tesla Semi Truck


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2018 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Mobilitätsdienst

Bosch übernimmt Start-up SPLT

Bosch übernimmt den Mobilitätsdienstleister SPLT. Auf der Plattform des US-Start-up können Unternehmen Fahrgemeinschaften für ihre Mitarbeiter organisieren lassen.


img
Skoda Kodiaq L&K

Der Luxusgleiter

Skoda rüstet den Kodiaq zum Luxusgleiter auf. Die neue Top-Variante tritt auch optisch eigenständig auf.


img
ÖPNV-Debatte

Linke schlägt kostenfreie Nutzung ab 2022 vor

Die Linke will ab 2022 einen kostenlosen flächendeckenden Nahverkehr für alle einführen. Kostenpunkt: 18 Milliarden Euro pro Jahr. Der Bund soll die Kosten dafür...


img
Fahrverbote

Debatte spaltet Deutschland

Sollen deutsche Städte Fahrverbote für Dieselwagen verhängen dürfen? Kurz vor einem wichtigen Urteil ist die Bevölkerung laut einer Umfrage in der Frage entzweit.


img
Volvo XC40

Debüt mit Dreizylinder

Bislang war bei Volvo der Vierzylindermotor obligatorisch. Jetzt gibt es auch einen Motor mit drei Brennkammern – sogar erstmals in der Unternehmensgeschichte.