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Fahrbericht Audi A5 Sportback

Praktische Schönheit mit vier Ringen

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Audi bietet den neuen A5 nun auch als Sportback an.
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Nach dem Coupé bringt Audi jetzt die Neuauflage des meistverkauften A5-Modells. Der Sportback erhielt ein neues Fahrwerk, wurde äußerlich dezent angepasst und verfügt nun über die modernsten Assistenz- und Kommunikationssysteme.

Von Peter Maahn/SP-X

Der grüne LED-Smiley grüßt vom Straßenrand und schickt ein virtuelles Danke an das vorbeifahrende Auto. Schließlich ist dessen Fahrer rechtzeitig vom Gas gegangen und hat mit exakt Tempo 50 das Ortsschild passiert. Wirklich der Fahrer? Mitnichten, denn der kluge elektronische Co-Pilot im neuen Audi A5 Sportback hat auf die Hinweise des Navigationssystems gehört und selbsttätig gebremst. Ähnlich agiert der Tempomat vor einer Kreuzung, einem Kreisverkehr oder vor engen Kurven. Vorbei die Zeit, wo das Abstandsradar nur stur dem Vordermann folgte und brav den Abstand hielt. Jetzt klappt das durch Vernetzung mit dem Navi auch ohne Schrittmacher.

"Ein weiterer Schritt zum pilotierten Fahren", erklärt Audi-Ingenieur Christian Hartmann, der sich bei der feinen VW-Tochter dieser Zukunftstechnologie verschrieben hat. "Im neuen A5 steckt zwar nicht alles, was heute möglich ist", sagt er und fügt hinzu: "Aber alles, was heute erlaubt ist." Und dazu gehören nun mal die neuen Funktionen des klassischen Abstandsradars wie zum Beispiel der Staufolge-Assistent. Der ab Anfang nächsten Jahres zu Netto-Preisen ab 31.764 Euro erhältliche A5 Sportback kann im Stopp-und-Go-Stau immer wieder anfahren und anhalten, dem Vordermann auch um Kurven folgen und dabei kurzzeitig auch auf die Lenkrad-Arbeit des Fahrers verzichten. Das bieten andere Hersteller auch, aber Audi hat das System noch einmal verfeinert und perfektioniert.

Das volle Paket an elektronischen Helfern ist nur eines der Highlights bei A5 Sportback, der durch seine coupéartige Form schon seit sieben Jahren zu den schönsten Modellen mit den vier Ringen zählt. Es gab also wenig Grund, das Kleid völlig neu zu schneidern. Wie schon beim Zweitürer ist der typische Grill flacher und breiter als beim Vorgänger. Die Länge wuchs um rund zwei Zentimeter auf jetzt 4,73 Meter. Optisch nicht wahrnehmbar ist die um gut einen Zentimeter geschrumpfte Breite. Seitlich fällt die geschwungene Ausbuchtung der Karosserie auf, die sich über den Radhäusern besonders kräftig wölbt. Das gen Heck abfallende Dach endet in einer Abrisskante an der Ladetür, die komplett aus Aluminium besteht. Apropos Leichtbau: Der Neue wiegt bis zu 85 Kilogramm weniger und ist mit 1,47 Tonnen Gewicht beim zum Verkaufsstart leider noch nicht lieferbaren "kleinen" Benziner neuer Abspeck-Champion in seiner Klasse.

Ausfahrt wird zum Erlebnis

Die neue Leichtigkeit des Audi-Seins trägt dazu bei, die erste Ausfahrt mit dem Sportback zum Erlebnis zu machen. Der Zweiliter-Benziner hat mit 185 kW / 252 PS allerdings deutlich mehr Muskeln als das noch nicht zur Verfügung stehende Basismodell und trägt dank seines Allradantriebs den inzwischen so vertrauten Nachnamen "quattro". Der macht das Gleiten und auch Toben auf den feuchten Straßen im Herbstnebel auf den Straßen rund um Ingolstadt zur sicheren Angelegenheit. Die Siebengang-Automatik sucht je nach gewähltem Fahrmodus immer die passende Stufe, Bremsen und Lenkung überzeugen durch gewohnte Premium-Präzision und bei alledem nervt weder übertrieben sportliche noch zu gemütliche Abstimmung des elektronischen Fahrwerks. Wen wundert's, schließlich springt der Test-Audi samt seiner feinen Ausstattung über die 42.000-Euro-Marke (ohne Mehrwertsteuer).

Denn viele der Feinheiten wie LED-Matrix-Licht, Head-up-Display, Rundum-Kamera oder die erwähnten Assistenzsysteme treiben den Basispreis von 40.420 Euro weit nach oben. Wenn dann noch Edles und Teures für Sitze, Applikationen und tollen Sound Begehrlichkeiten wecken, ist wohl ein Extra-Gespräch mit der kontoführenden Bank angebracht. Audi-Fans hat's noch nie vom freizügigen Shopping beim Händler abgehalten.

Nach dem Q7 und dem A4 ist jetzt auch die 5er-Baureihe mit den vier Ringen wieder auf der Höhe der Zeit. Damit sich aber die meist doch etwas reiferen Kunden entschließen, sich auf die vielen elektronischen Assistenzsysteme einzulassen, ist viel Überzeugungsarbeit nötig. Denn diese Fragen sich: Brauche ich wirklich ein so sensibles Abstandsradar oder gar einen Kreuzungsassistenten? Muss mein Audi wirklich selbsttätig in die Lenkung eingreifen können? Warum benötige ich Kameras, die um die Ecke gucken können? Die Zweifler seien daran erinnert: Alle diese Systeme kosten zwar Geld, können aber Leben retten oder Unfallfelgen zumindest deutlich abmindern.

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