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Fahrbericht Hyundai i30 FastbackN

Etwas Rennsport, etwas Normalität

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Wer den i30 N auch nur halbwegs sportlich bewegen möchte, wird sich über die Quersperre freuen.
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Hyundai bietet den rennsporterprobten i30 N auch als Stufenheck-Limousine mit dem klangvollen Namen Fastback an. Die elegantere Variante steht dem Schrägheck in Sachen Performance nichts nach.

Von Patrick Broich/SP-X

Ein Blubbern, ein Röhren – das sind die ersten Signale, die man wahrnimmt, wenn man am Straßenrand auf den neuen Hyundai i30 Fastback N wartet, den die Koreaner ab 26.134 Euro netto (184 kW / 250 PS) respektive 28.235 Euro netto (202 kW / 275 PS) anbieten. Man hört das Kraftpaket bereits vor dem Sichtkontakt, so weit, so bekannt – vom bisher erhältlichen Fünftürer. Die Argumente für die elegante Limousine sind in erster Linie optischer Natur. Das Fastback ist drei Zentimeter flacher und vor allem zwölf Zentimeter länger als das Schrägheck und besticht durch sein coupéhaftes Hinterteil.

Verstecken kann sich der im koreanischen Entwicklungszentrum Namyang entwickelte und auf der Nordschleife des Nürburgring (daher der Zusatz "N") abgestimmte Performer kaum, und das betrifft nicht nur die Akustik. Zweiflutige Auspuffanlage, Diffusor, farblich abgesetzte Frontspoilerlippe sowie nicht zuletzt das "N" auf den Bremssätteln sind nur einige Merkmale.

Die Mehrkosten für die stärkere Variante beziehen sich keineswegs nur auf das kleine Leistungsplus. Der "Performance" bietet außerdem Differenzialsperre, Parksensoren vorn, Regensensor sowie schlüsselloses Schließsystem serienmäßig. Die 600 Euro für das integrierte Navigationssystem lohnt es sich zudem auszugeben. Im Paket enthalten sind dann auch Rundenzeiten-Stoppfunktion, Anzeige für den Ladedruck sowie Verkehrszeichen-Erkennung.

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Wer den i30 N auch nur halbwegs sportlich bewegen möchte, wird sich über die Quersperre freuen. So viel Punch auf der Vorderachse sorgt für Gummi auf der Straße; kommt dann auch noch Lenkwinkel hinzu, kann der Grip leicht abhanden kommen. Mit der elektronisch geregelten Differenzialsperre verträgt der Frontantriebssportler die 275 PS recht gut. Der Vierzylinder hat mächtig Biss, drückt die Passagiere lautstark trompetend fest in die bequemen Sportsessel. Knackig rasten die Übersetzungen und herunterschalten macht besonders viel Spaß, denn die Elektronik passt das Drehzahllevel blitzschnell an. Je nach gewähltem Fahrprogramm reagiert der i30 N mehr oder weniger giftig. Wem vor allem nach schnellem Fahren ist, sollte noch 180 Euro in eine stabilisierende Querverstrebung investieren.

Gelungener Mix aus Fahrspaß und Alltagstauglichkeit

Wenngleich die kompakte Limousine insbesondere als Kurvenperformer auftritt und mit straff abgestimmter Servolenkung den Windungen der Landstraße nachgiert, kann sie dennoch touren. Dämpfung zivil, Tempomat aktiviert, so lassen sich Autobahnkilometer fressen. Komfort, Platz und ein bisschen Infotainment – der schnellste i30 hat alles, was ein Allrounder braucht, mit dem man auch mal durch die halbe Republik oder sogar deutlich weiter reisen kann. Auch der Preis des Hyundai i30 N ist heiß, mit dieser verlockenden Mischung aus Fahrspaß und bodenständiger Alltagstauglichkeit. 

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