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Fahrbericht Opel Mokka (2021)

Neues Aushängeschild

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Ende Februar steht nun die zweite Generation des Opel Mokka in den Startlöchern.
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Der Opel Mokka geht in die zweite Runde. Vieles wird anders, aber manches bleibt.

Von Elfriede Munsch

Die erste Generation des Mokka sorgte bei den Opel-Verantwortlichen für strahlende Gesichter. Das Kompakt-SUV mauserte sich europaweit zu einem gefragten Modell; in Deutschland entschieden sich für den zwischen 2012 und 2020 angebotenen Mokka fast 200.000 Käufer. Ende Februar steht nun die zweite Generation zu Preisen ab knapp 17.000 Euro netto für den Basisbenziner mit 74 kW / 100 PS in den Startlöchern. Unter die hat außer dem Namen nicht mehr viel mit der ersten zu tun.  

Das fängt mit der Herkunft an. Stammt Mokka I noch aus Zeiten, da Opel zu GM gehörte, nutzt der neue Mokka die CMP-Plattform der Konzernmutter PSA, auf der bereits auch das Schwestermodell Peugeot 2008 oder auch der Opel Corsa basieren. Diese ermöglicht die Integration von konventionellen als auch elektrischen Antrieben. Allrad gibt es jetzt allerdings nicht mehr.

Der neue Mokka fällt auf

Auch beim Aussehen geht der Mokka neue Wege. Das soll ein Mokka sein? Dürfte sich so mancher fragen. Anders als zuvor, fällt der neue Mokka auf. Wo der Vorgänger eher den unscheinbaren Auftritt hinlegte, sorgt der Neue für Aufsehen. Das liegt zum einen an der Front, die mit dem von einem Motorradhelm-Visier inspirierten "Vizor"-Design für ungewohnte Formgebung sorgt. Ein dunkel getönte Plexiglasspange zieht sich über die gesamte Fahrzeugbreite; sie fungiert nicht nur als Wiedererkennungsmerkmal und neues Markenkennzeichen, sondern beherbergt neben Scheinwerfern und Blitz-Logo auch die Sensorik der Assistenzsysteme.

Zum anderen haben sich auch die Proportionen des Crossover geändert. In der Länge ist der Mokka gegenüber dem Vorgänger um 15 Zentimeter auf 4,15 Meter geschrumpft. Gleichzeitig hat er in der Breite (plus ein Zentimeter) etwas zugelegt und in der Höhe (minus 13 Zentimeter) deutlich abgenommen. So wirkt er gedrungener, aber auch sportlicher als zuvor. Kurze Überhänge und Kunststoff-Beplankung an den Seiten und in den Radläufen sorgen außerdem für einen rustikalen Einschlag.

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Auch das Interieur des Mini-SUV dürfte zum Aushängeschild von Opel werden. Es wirkt modern, ohne dabei zu abgedreht zu sein. Neben Bedienknöpfen für Klima, Radio oder Navi stellt ein zusammengesetztes, horizontal verlaufendes Display im Armaturenbrett ("Pure Panel") alle wichtigen Informationen bereit. Die lassen sich auch von der Generation der Gleitsichtbrillen-Träger gut ablesen. Ansonsten ist das Interieur typisch Opel. Lenkrad und Ablagen kennt man aus anderen Modellen. Die Sitze geben einen guten Halt. Leider hat Opel die rückenfreundlichen AGR-Sitze nicht mehr im Angebot.

Das Platzangebot geht in Ordnung. Die Fondnutzer sind jedoch bei langbeinigen Fahrern und Beifahrern auf deren Rücksichtnahme angewiesen. Der Radstand von 2,56 Metern erlaubt keine Wunder. Das Kofferraumvolumen variiert zwischen 350 und 1.105 Litern. Beim Umlegen der Rücksitzlehnen entsteht dank eines Zwischenbodens eine ebene Fläche. Unter den Zwischenboden ist Platz für Kleinkram. Eine verschiebbare Rückbank wie bei Crossland sucht man aber vergebens.

Konzerndisziplin bei der Technik

So sehr Opel beim Außen- und Innendesign des Mokka eigene Akzente setzen durften, bei der Technik ist wieder Konzerndisziplin angesagt. So stehen bekannte PSA-Motoren und -Antriebskombinationen zur Wahl: der 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner in den Ausbaustufen mit 74 kW / 100 PS und 96 kW / 130 PS sowie der 1,5-Liter-Diesel mit 81 kW / 110 PS (ab 19.831 Euro netto). Außerdem fährt der Mokka rein elektrisch vor (ab 28.655 Euro netto). Der E-Motor leistet 100 kW / 136 PS, der 50 kWh-große Akku ist für eine Reichweite bis zu 324 Kilometer gut. Diese Antriebseinheit kennt man auch aus dem elektrischen Corsa.

Für erste Testfahrten stand der 130 PS große Benziner zur Verfügung. Dieser kostet mindestens 19.172 Euro netto in der beliebten Ausstattungslinie "Edition". Ein leichter Druck aufs Gaspedal genügt, um das knapp 1,3 Tonnen schwere Fahrzeug flott in Bewegung zu setzen. Der Dreizylinder hält sich meist dezent akustisch zurück, unter Volllast dringen jedoch die typischen Motorengeräusche in den ansonsten gut gedämmten Innenraum. Das Fahrwerk ist recht straff abgestimmt, wie man es von Opel gewöhnt ist. Die Lenkung könnte aber etwas mehr Rückmeldung geben. Die Achtgang-Automatik (Netto-Aufpreis: 1.638 Euro) sorgt für schnelle und dezente Gangwechsel. Im Hintergrund überwacht ein umfangreiches Assistentensystem das Geschehen, das je nach Ausstattung oder Bereitschaft des Käufers zu ordern, an Bord ist. Auch beim Thema Extras lässt sich der Mokka ordentlich aufrüsten. So stehen etwa Matrixlicht, Leder sowie Lenkradheizung zur Wahl.

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