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Fahrbericht Skoda Octavia RS

Nach dem Rekord ist vor dem Rekord

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Der neue Octavia RS ist der stärkste Skoda aller Zeiten.
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Skoda hat im Rahmen der Modellpflege jetzt auch die beiden sportlichen RS-Top-Modelle, Limousine und Combi, aktualisiert. Die Leistungssteigerung macht den Benziner zum bislang stärksten und schnellsten Serienmodell.

Von Wolfgang Schäffer

Ruhm ist vergänglich. So kann sich auch der überarbeitete Octavia RS nur kurzzeitig als neuer Rekordhalter feiern lassen. Zwar avanciert der Zweiliter-TSI mit seiner um zehn auf 169 kW / 230 PS gesteigerten Leistung zum derzeit stärksten Serienmodell von Skoda. Doch bereits kurz nach der Markteinführung Ende Juni wird die Latte noch einmal höher gelegt. Ende des Sommers nämlich markiert eine 180 kW / 245 PS starke Version des Turbobenziners (TSI) mit elektronisch geregelter Vorderachs-Quersperre und einem Siebengang-DSG-Getriebe die neue Spitze der erfolgreichen Baureihe. In 6,6 Sekunden und damit um 0,1 Sekunden schneller als bei der jetzt vorgestellten RS-Limousine mit 230 PS erfolgt der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100. Vor allem aber der Zwischenspurt von 60 auf 100 im fünften Gang in nur 6,4 Sekunden ist ein beeindruckender Wert. Abgeregelt werden beide Varianten bei Tempo 250.

Während über den RS 245 noch nicht viel mehr – und vor allem kein Preis – zu erfahren ist, zeigen sowohl der überarbeitetete Benziner als auch der Diesel im RS schon jetzt, was sie draufhaben. Und das ist beim TSI eine ganze Menge. Überaus kraftvoll geht es vom Start weg los. Immerhin liegt das Drehmoment von 350 Newtonmetern bereits bei 1.500 Umdrehungen pro Minute an und steht dann bis 4.600 Touren zur Verfügung. Das erlaubt beste Beschleunigungswerte, um Überholmanöver schnell und damit sicher abzuschließen. Für die Übertragung der Kraft auf die Vorderachse stehen wahlweise eine leichtgängig und exakt arbeitende manuelle Sechsgang-Schaltung (Serie) oder ein blitzschnell reagierendes Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG/1.512 Euro netto Aufpreis) zur Verfügung. So oder so – der kernige Sound der Maschine passt bestens zum Charakter des sportlichen Top-Modells.

Unverändert geblieben ist das zweite Triebwerk im RS. Der Zweiliter-Diesel leistet 135 kW / 184 PS, fällt aber im Antritt (in 7,9 Sekunden auf Temp 100) trotz des satten Drehmoments von 380 Nm bei 1.750 Touren gegenüber dem Benziner klar zurück. Dafür aber ist der Selbstzünder auf Wunsch mit einem Allradantrieb zu haben. Dazu muss aber statt des serienmäßigen Sechsgang-Getriebes das DSG geordert werden. Das erhöht den Preis der 26.630 Euro netto teuren Limousine um insgesamt 3.025 Euro. Der praxisorientiertere Combi mit einem Ladevolumen von 610 bis 1740 Liter kostet generell 588 Euro netto mehr.

Straffe Note

Fahrwerkstechnisch weisen alle RS-Versionen eine straffe Note auf. Das Sportfahrwerk senkt die Karosserie um 1,5 Zentimeter tiefer ab als die herkömmlichen Modelle der Octavia-Baureihe. Die hintere Spur ist im Vergleich zum Vorgänger um drei Zentimeter gewachsen. 18-Zoll-Aluräder mit 225/40er Reifen sorgen für guten Kontakt zur Fahrbahn. Optional stehen silberfarbene 19 Zöller zur Verfügung. Die Lenkung gibt jederzeit sehr gute Rückmeldung und trägt damit ebenfalls dazu bei, dass der RS auch schnell gefahrenen Kurven problemlos meistert. Eine adaptive Fahrwerksregelung (852 Euro netto), bei der elektrisch betätigte Ventile die Arbeit der Dämpfer beeinflussen und die bei schnellen Kurvenfahrten automatisch in den Sportmodus geht, ist auf Wunsch bestellbar.

Mittlerweile entscheiden sich 20 Prozent der Kunden in Deutschland für eine RS-Version. Dazu dürfte, außer den Fahreigenschaften, nicht auch die besonders umfangreiche Ausstattung beitragen. Besten Halt gebende Sportsitze mit integrierten Kopfstützen sind ebenso serienmäßig wie die Ambientebeleuchtung und eine neu gezeichnete Instrumenteneinheit mit farbigen Display. Bei Infotainment- und Assistenzsystemen sowie Konnektivität können die Kunden aus dem Vollen schöpfen. Was nicht in Serie ist, gibt’s als Extra.

Außen glänzt der RS mit Voll-LED-Scheinwerfern, adaptivem Lichtsystem und Nebellampen ebenfalls in LED-Technik. Die Wabengittereinsätze in den großen Lufteinsätzen geben dem Modell ein prägnantes Gesicht. Das Heck schließt bei der Limousine mit einer Spoilerlippe und beim Combi mit einem Dachkantenspoiler ab, die großen Endrohre der Abgasanlage sind in Edelstahl ausgeführt.

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