suchen
Forderung

Keine Umweltprämie für Lademuffel

1180px 664px
Nur wer elektrisch fährt, soll von der Umweltprämie profitieren, fordert der BVF.
©

Wer mit seinem Plug-in-Hybrid nie elektrisch fährt, soll auch keine Förderung vom Staat bekommen, findet der Bundesverband Fuhrparkmanagement.

Der Bundesverband Fuhrparkmanagement (BVF) fordert von der Bundesregierung, die Auszahlung der Umweltprämie bei Plug-in-Hybriden (PHEV) künftig an die Nutzung des elektrischen Fahrmodus zu koppeln. Als Grund führt der Verband an, dass Hybride oft lediglich aus Gründen der Steuerersparnis und wegen der Förderung ausgewählt werden, der tatsächliche Stromanteil bei der Nutzung aber nur minimal ist.

Das laufe dem Nachhaltigkeitsgedanken der Förderung zuwider und schade umweltschonenderen Alternativen wie vollelektrischen Fahrzeugen oder Erdgasfahrzeugen. "Eine Förderung muss nach unserer Ansicht – und da stehen wir nicht alleine – an eine adäquate Stromnutzung von mindestens 50 Prozent gekoppelt werden", sagt Axel Schäfer, Geschäftsführer des BVF.

Wer nur zehn Prozent elektrisch fährt, soll auch nur zehn Prozent der Prämie erhalten

Alternativ schlägt der Verband vor, die Prämie ausschließlich anhand des E-Anteils zu berechnen. Dazu solle der volle Satz der Innovationsprämie für reine E-Autos mit dem tatsächlichen Elektro-Anteil eines PHEV zu multipliziert werden. Wer also in seinem PHEV nur zehn Prozent des Weges elektrisch zurücklegt, würde auch nur zehn Prozent der Prämie erhalten. Wer hingegen nur elektrisch fährt, würde die volle Prämie erhalten, die auch die Fahrer rein elektrischer Autos bekommen.

Zusätzlich fordert der BVF, dass Dienstwagenfahrer, die mit ihrem Plug-in-Hybrid weniger als 20 Prozent elektrisch fahren, auch nicht mehr vom halbierten Satz für die Besteuerung des geldwerten Vorteils profitieren sollen. Damit soll wieder der vorgesehene Einsatzzweck der Fahrzeuge zum Entscheidungskriterium bei der Wahl des Fahrzeugs werden. Denn bei häufigen Langstreckenfahrten verbrauche ein PHEV wegen seines höheren Gewichts letztlich mehr Kraftstoff als ein vergleichbarer Benziner. „Die derzeitige Situation ist wirklich nicht als zielführend zu bezeichnen. Eine Verlängerung der pauschalen, undifferenzierten Förderung wäre eine Fehlentscheidung“, so Schäfer. (aw)

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Umweltprämie:






Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2020 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Markenausblick VW

Unter Strom

Volkswagen setzt auf E-Mobilität. Und das mit einer fast schon erschreckenden Konsequenz. Unsere Vorschau auf die nächsten Jahre zeigt: Die Volumenmarke bringt jede...


img
Personalie

Führungswechsel bei Vergölst

Frauke Wieckberg übernimmt von 2021 an die Leitung des Reifen- und Autoservicespezialisten. Vorgänger Lars Fahrenbach verlässt den Continental-Konzern.


img
China-Transporter

Maxus-Importeur will durchstarten

Bislang war die SAIC-Marke Maxus mit dem EV80 hierzulande vertreten. Der chinesische E-Transporter lief unter anderem beim Langzeitmiet-Anbieter Maske Fleet. Nun...


img
ASA-Verband

Digitalisierung und Corona im Fokus

Der Fachbereich "B2B Smart Services" des Bundesverbands der Hersteller und Importeure von Automobil-Service Ausrüstungen hat sich zu seiner Jahreskonferenz getroffen.


img
Podcast Autotelefon

Mit Mesut Özil ans Cap Formentor?

Stefan Anker und Paul-Janosch Ersing unterhalten sich im Autotelefon-Podcast am Telefon über kleine und große Autos und alles, was dazu gehört. Die beiden Journalisten...