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Alternative Antriebe auf dem Vormarsch

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Nachhaltigkeit wird im Fuhrpark- und Mobilitätsmanagement immer wichtiger.
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Drei von vier Dienstwagen haben noch einen Diesel an Bord. Doch der Anteil an Fahrzeugen mit alternativem Antrieb wächst. Das aktuelle DAT-Barometer bietet Insights zu Beschaffung, Lademöglichkeiten und PHEV-Nutzung in Fuhrparks.

In Firmenfuhrparks kommen weiterhin in hohem Maße Diesel-Pkw zum Einsatz, gut jeder zehnte Dienstwagen ist jedoch bereits mit einem alternativen Antrieb ausgestattet – ein deutlich höherer Anteil als in der Vergangenheit. Das sind zentrale Ergebnisse des DAT-Barometers für Juli, die die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) am Montag veröffentlicht hat. Mehr als jeder zweite "Alternative" ist dabei ein Plug-In- Hybrid (PHEV).

Bedingt durch die hohen Jahresfahrleistungen dominieren nach wie vor Diesel-Pkw in den Flotten, laut DAT-Barometer kommen sie auf eine Quote von 75 Prozent. Der Anteil der alternativen Antriebe liegt derzeit bei elf Prozent. Hiervon machen die Plug-In-Hybride mit 54 Prozent den größten Anteil aus, gefolgt von den rein batterieelektrischen Autos (BEV) mit 29 Prozent. Die so genannten Mildhybride (MHEV), die mit zehn Prozent angegeben werden, müssten strenggenommen den Verbrennern zugeordnet werden, da die MHEV nicht alleine elektrisch fahren können.

Auf die Frage, was für die Anschaffung von alternativen Antriebsarten spricht, nennen die von der DAT befragten Fuhrparkleiter am häufigsten die günstigen steuerlichen Rahmenbedingungen. Sie müssen je nach Kriterien nur 0,25 oder 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises versteuern. Diesen Anreiz wählten 74 Prozent (Top-Nennung), und auch 62 Prozent bestätigten, dass sie Anfragen von Dienstwagenfahrern zur Beschaffung solcher Fahrzeuge hätten. An zweiter Stelle wird mit 71 Prozent die grundsätzliche Verbesserung der CO2-Bilanz angeführt. Die eigenen, firmeninternen CO2-Richtlinien sind für die Hälfte der Fuhrparkleiter ebenfalls ein wichtiger Beschaffungsgrund.

Die große Mehrheit der Flottenverantwortlichen stellt Fahrern von elektrifizierten Autos Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz zur Verfügung, 58 Prozent knüpfen die Beschaffung aber auch an bestimmte Bedingungen wie etwa die Länge des Arbeitsweges oder vorhandene Lademöglichkeit zu Hause. Allerdings vermuten auch 53 Prozent der Fuhrparkleiter, dass einige der Dienstwagenberechtigten einen Plug-in-Hybriden wie einen klassischen Verbrenner fahren und diesen nicht extern laden. Gestiegen sind bei 47 Prozent die laufenden Kosten durch PHEV im Fuhrpark. Und: Jeder Fünfte hat Dienstwagenberechtigte, die wieder zu einem Verbrenner zurückkehren möchten.

E-Fuels als klimaschonend erachtet

Im Zuge der Diskussion um das Aus für Benzin- und Dieselmotoren gewinnt das Thema E-Fuels an Bedeutung. Sechs Prozent der befragten Fuhrparkleiter haben sich bereits intensiv damit beschäftigt, 27 Prozent haben viel davon gehört oder gelesen und 45 Prozent bereits etwas davon gehört oder gelesen.

Bei der weiteren Befragung dieser Teilgruppen kam heraus, dass die meisten diese Kraftstoffe für vielversprechend halten. Sie sehen darin eine klimaschonende Alternative neben der Elektromobilität, da Verbrenner das Straßenbild noch lange Zeit beherrschen werden. Ein Fünftel gab zu Protokoll, dass sie nichts davon halten, da deren Herstellung aufwendig und somit auch längerfristig ein sehr teurer Kraftstoff sei. (red)

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