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Hyundai elektrifiziert Portfolio

Emotional und rational

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Hyundai enthüllt das Konzeptauto "Prophecy" auf dem Genfer Salon.
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Nur Autos zu verkaufen, reicht 2020 nicht. Die verkauften Fahrzeuge müssen auch den Flottenverbrauch in Richtung 95-Gramm-Grenze bringen. Hyundai setzt dabei nicht nur auf Vernunft.

Von Elfriede Munsch

Bis 2025 will Hyundai 23 elektrifizierte Modelle auf den Markt bringen. Anders als bisher bei Kona und Ioniq erhalten die kommenden Elektroautos eine eigene Architektur, bauen also ähnlich wie beim Modularen E-Antriebs-Baukasten von Volkswagen auf einer eigenen Plattform auf. Das soll nicht nur unterschiedliche Karosserievarianten und Antriebskonzepte ermöglichen, sondern den Designern auch größere Freiheiten geben.

Im vergangenen Herbst zeigte der Hersteller auf der IAA 2019 mit dem "Hyundai 45" bereits ein futuristisch gestaltetes Coupé, auf dem Genfer Autosalon (5. bis 15. März) folgt die Sportwagen-Studie "Prophecy" mit auffälligen Kurven und einem muskulösen Heck inklusive Spoiler. Damit wird klar: Hyundai will auch beim Thema Elektromobilität die emotionale Karte ziehen. Genaue Angaben zum Prophecy macht das Unternehmen noch nicht, doch sind wohl Reichweiten bis zu 500 Kilometer und 800-Volt-Technik geplant.

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Erste Bilder deuten einen Sportwagen mit ausgestellten Kotflügeln, integriertem Heckspoiler und markanten LED-Rückleuchten an.
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Der koreanische Autobauer setzt auf den Ausbau seines batterieelektrischen – also lokal emissionsfreien – Angebots, um den CO2-Zielwert der EU (95 Gramm pro Kilometer) für 2020 zu erreichen. Bis die neuen E-Modelle allerdings dazu beitragen, gilt es mit kleineren Maßnahmen möglichen Strafzahlungen entgegen zu wirken. Dazu gehört etwa die neue Garantie auf den Stromer Kona (inklusive Batterie), die auf verkaufsfördernde acht Jahre ausgeweitet wurde – drei Jahre mehr als bisher. Es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis auch die E-Version des Ioniq in den Genuss der Garantieverlängerung kommt.

Außerdem will Hyundai verstärkt 48-Volt-Technik nutzen, um die Motoren sparsamer zu machen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Bislang gibt es dieses Mild-Hybrid-System nur für die aktuelle Version des Tuscon, es dürfte künftig aber auch in anderen Baureihen wie etwa der neuen Generation des Kleinwagens i20, dem aufgefrischten Kompaktmodell i30 oder dem großen SUV Santa Fe zum Einsatz kommen.

Apropos Tuscon: Die Neuauflage des Kompakt-SUV feiert Ende dieses Jahres sein Debüt. Sie erhält vermutlich nicht nur konventionelle Motoren mit Mild-Hybrid-Technik, sondern auch eine Plug-in-Variante. Anders als das bereits im Ioniq zum Einsatz kommende System als Kombination eines 1,6-Liter-Benziners und E-Motors (Gesamtleistung 104 kW / 141 PS) ist im Tucson eher eine leistungsstärkere Variante denkbar. Details dazu gibt es noch nicht, doch in Frage käme das Zweiliter-Aggregat (rund 165 PS) aus dem Konzernregal.




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