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Daimler und BMW starten gemeinsamen Mobilitätsdienst

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Daimler und BMW legen ihre Carsharing-Dienste zusammen: Harald Krüger (l.) und Dieter Zetsche
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Ein Auto nicht selbst besitzen, sondern nur bei Bedarf bei einem Mobilitätsanbieter zugreifen – das ist für viele Großstädter Alltag. BMW und Daimler wollen in dem Riesenmarkt ihre Position stärken.

Nutzer von Carsharing und Mitfahrdiensten bekommen künftig ein gemeinsames Angebot der Premium-Rivalen Daimler und BMW. Damit wollen die Unternehmen ihre weltweite Position auf dem umkämpften und wachsenden Markt ausbauen. Die Konzerne investieren mehr als eine Milliarde Euro, um ihre bestehenden Angebote zu erweitern und zu verzahnen, wie sie am Freitag in Berlin zum offiziellen Start des Zusammenschlusses mitteilten. Sie bringen demnach eine Kundenbasis von mehr als 60 Millionen aktiven Nutzern mit.

Für die beiden bestehenden Carsharing-Flottennamen Car2go und DriveNow soll es eine Übergangszeit geben – bis zum neuen Namen "Share Now", wie es weiter hieß. Durch den Zusammenschluss sollen in den kommenden Jahren weltweit bis zu 1.000 neue Jobs geschaffen werden, darunter auch in Deutschland.

Mobilität auf Knopfdruck

Das Ganze soll so aussehen: In einem Verbund sind fünf Gemeinschaftsfirmen zusammengefasst - der Hauptsitz wird in Berlin sein. Die Bereiche teilen sich auf in Carsharing ("Share Now"), Parken ("Park Now"), Ladestationen für Elektrofahrzeuge ("Charge Now"), Reiseplanung über eine Mobilitätsplattform ("Reach Now") und Mitfahrdienste ("Free Now"). Die Transaktion wurde den Angaben zufolge am 31. Januar abgeschlossen.

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Die neue Mobilitätswelt von BMW und Daimler besteht aus fünf Joint Ventures.
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BMW-Chef Harald Krüger und Daimler-Chef Dieter Zetsche erklärten am Freitag, dass sie in dem Marktbereich gemeinsam stärker sein können. Dem Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer zufolge entspricht der Schritt dem Zeitgeist der Digitalisierung. "Wenn man glaubt, man kann alles selbst machen, ist das im digitalen Zeitalter ein Irrweg", sagte er der dpa.

Die Zusammenarbeit der sonst konkurrierenden Autobauer sieht Zetsche unproblematisch: "Der Wettbewerb um die Kunden im Premiummarkt bleibt erhalten." Beide Konzerne würden seit langem Maßstäbe in der Autoindustrie setzen. Letztlich gehe es darum, dem Kunden "möglichst viele Optionen schaffen, um von A nach B zu gelangen. Kurzum: selbstfahren, mitfahren oder gefahren werden", so der Daimler-Boss.

Weiterer Ausbau des Angebots

Krüger kündigte an, dass man weiter in die gemeinsamen Mobilitätsdienste investieren werde: "Wir wollen weitere Verkehrsmittel anbinden, noch mehr Menschen in zusätzlichen Städten erreichen und damit die Lebensqualität in Metropolen verbessern." Mit der Partnerschaft erweitere man die Wertschöpfungskette konsequent.

In Deutschland sieht sich die Carsharing-Branche im Aufwind. Immer mehr Menschen registrieren sich für die Dienste, 350.000 Nutzerkonten sind im Laufe des Jahres 2018 dazugekommen, wie der Bundesverband Carsharing diese Woche mitteilte (wir berichteten). Insgesamt 2,46 Millionen Nutzerkonten gebe es mittlerweile. (dpa/rp)




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