suchen
Kfz-Verbandschef

Ohne Nachrüstungen drohen Insolvenzen

1180px 664px
Der baden-württembergische Kfz-Verbandspräsident Michael Ziegler mahnt im Streit um Nachrüstungen zur Eile.
©

Michael Ziegler warnt vor baldigen Insolvenzen, wenn nicht bald eine Lösung für Nachrüstungen kommt. Betroffen wären vor allem mittelgroße Händler mit einem hohen Anteil am Flottengeschäft, bei denen Leasingrückläufer vermehrt Probleme bereiten.

Der baden-württembergische Kfz-Verbandspräsident mahnt im Streit um Nachrüstungen zur Eile. "Wenn nicht bald eine Lösung für Nachrüstungen kommt, sehe ich eine gewisse Insolvenzquote auf uns zulaufen", sagte Verbandspräsident Michael Ziegler der Deutschen Presse-Agentur. Die Gefahr sieht er vor allem bei mittelgroßen Händlern mit einem hohen Anteil am Flottengeschäft. Bei ihnen drohe Wertberichtigungsbedarf, der sich bei einigen Autohäusern erst bei der Erstellung der Bilanzen im Frühjahr oder Frühsommer zeigen dürfte.

Beim BMW-Händlerverband sieht man das ähnlich: Euro 4 und Euro 5 Diesel müssten in jedem Fall durch solide Rückstellungen abgesichert werden, heißt es dort.

Besonders die sogenannten Leasingrückläufer aus Firmenflotten werden mehr und mehr zum Problem: Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) rechnet im Schnitt mit Verlusten von 25 Prozent für ältere Diesel. Derzeit haben die Autohändler nach Verbandsangaben mehr als 350.000 Euro-5-Diesel-Fahrzeuge auf ihren Höfen stehen - mit steigender Tendenz.

Die beste Chance, diese Fahrzeuge noch zu verkaufen, seien Hardware-Nachrüstungen - Umbauten am Motor. Diese Möglichkeit ist Teil des neuen Maßnahmen-Pakets der Koalition, um Diesel-Fahrverbote zu verhindern. Bislang fehlt es aber an Vorgaben seitens der Bundesregierung. Die Hersteller weigern sich, die vollen Kosten für die Nachrüstungen zu übernehmen, wie die Regierung es fordert. Kommende Woche ist deshalb ein weiteres Treffen von Bundesregierung und Autoherstellern geplant. (dpa)




360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Diesel:





Fotos & Videos zum Thema Diesel

img

Skoda Octavia RS Diesel (2021)

img

BMW 4er Cabrio (2021)

img

VW Golf 8 eHybrid (2020)

img

Mercedes S-Klasse 2021 (getarnt)

img

VW Tiguan (2021)

img

BMW Alpina D3 S (2021)


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2021 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Nissan Qashqai

Zwei Mal mit Hybrid

Kein Diesel mehr, dafür zwei unterschiedliche Hybrid-Varianten: Nissan setzt mit dem neuen Qashqai auf Elektroantrieb. Zumindest teilweise.


img
Fahrbericht Citroën C4

Kompakt, aber nicht konventionell

Citroën streicht den charakteristischen C4 Cactus aus dem Programm und führt wieder einen C4 ein. Wobei sich die Franzosen durchaus Mühe geben, markengemäß ein wenig...


img
Magna auf der CES

Strom für Trucker

Elektromobilität wird nicht nur bei Pkw immer wichtiger. Zulieferer wie Magna setzen auch auf Trucks und Pick-ups.


img
Personalie

Neuer Geschäftsführer bei PS Team

Seit Jahresbeginn bildet Chief Information Officer Denis Herth gemeinsam mit Marco Reichwein die neue Doppelspitze des Prozessdienstleisters.


img
Führungswechsel

Dekra mit neuen Deutschland-Chef

Nach dem Abschied von Clemens Klinke übernimmt Dekra Automobil-Geschäftsführer Guido Kutschera zusätzlich die Leitung der wichtigen Region mit insgesamt 13 Gesellschaften.