suchen
Koalitions-Pläne

Dienstwagensteuer nach CO2-Ausstoß staffeln

1180px 664px
Die Koalition plant, die Dienstwagensteuer nach dem CO2-Ausstoß zu staffeln.
©

Die Koalition plant, Dienstwagen mit geringerem CO2-Ausstoß noch stärker zu bevorzugen. Laut einem Medienbericht könnte der Prozentsatz des anzusetzenden Listenpreises je nach Emissionen und Antriebsart künftig zwischen 0,25 und einem Prozent oder mehr schwanken.

In der schwarz-roten Koalition gibt es Pläne, Dienstwagen mit geringerem CO2-Ausstoß steuerlich noch stärker zu bevorzugen. "Eine weitere Staffelung der Dienstwagensteuer nach Antriebsart und Emissionen ist ebenso sinnvoll wie der Umbau der Kfz-Steuer mit einer stärkeren CO2-Komponente", sagte der verkehrspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Ulrich Lange (CSU), der 'Rheinischen Post' (Samstag). Auch SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch sagte: "Eine stärkere Orientierung der Dienstwagenbesteuerung an den CO2-Emissionen ist aus klimapolitischer Sicht durchaus sinnvoll."

Erst am Mittwoch hatte das Bundeskabinett ein milliardenschweres Steuerpaket auf den Weg gebracht, um die Nachfrage nach Elektroautos anzukurbeln. Dabei geht es zum Beispiel um eine Verlängerung eines Steuerprivilegs für Elektro-Dienstwagen.

Seit Anfang 2019 gibt es für Arbeitnehmer, die ihr E-Auto als Firmenwagen privat nutzen, eine Sonderregelung. Statt monatlich ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil zu versteuern, gilt für Elektro- und Hybridfahrzeuge nur noch ein halbierter Satz von 0,5 Prozent. Diese Regelung läuft Ende 2021 und soll nun bis zum Jahr 2030 verlängert werden.

Weil dies aber auch für Hybrid-Fahrzeuge gilt, hatten Umweltverbände Kritik geäußert. BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg sagte, die Bundesregierung fördere auch weiterhin den Kauf großer, schwerer Plug-in-SUV.

Die 'Rheinische Post' berichtete unter Berufung auf Koalitionskreise, bei Dienstwagen könnte der Prozentsatz des anzusetzenden Listenpreises je nach Emissionen und Antriebsart künftig zwischen 0,25 und einem Prozent oder mehr schwanken.

Die Überlegungen kommen mitten in der Debatte um mehr Klimaschutz. Das Klimakabinett der Bundesregierung will am 20. September über ein Maßnahmenpaket entscheiden. Ins Zentrum der Debatte ist ein Preis für den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase (CO2) gerückt. Dies würde Tanken und Heizen mit Öl oder Gas teurer machen. (dpa)




360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Dienstwagen:






Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2020 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Bundesverband Fuhrparkmanagement

Konjunkturpaket nutzlos für Fuhrparkbetreiber

Der Fuhrparkverband kritisiert das von der Bundesregierung verabschiedete Konjunkturprogramm. Eine antriebsunabhängige Kaufprämie hätte Automobilindustrie und gewerblichen...


img
Konjunkturpaket beschlossen

Mehrwertsteuer-Senkung und E-Auto-Prämie

Die Spitzen von CDU, CSU und SPD haben sich auf ein umfassendes Konjunkturprogramm geeinigt. Es sieht eine Senkung der Mehrwertsteuer und eine zusätzliche Kaufprämie...


img
BMW 4er

An der Nase sollst du ihn erkennen

BMWs Mittelklasse-Coupé emanzipiert sich in der Neuauflage stärker von 3er-Limousine und -kombi. Das neue Selbstbewusstsein fällt schon auf den ersten Blick auf.


img
New Yorker Automesse

Nun doch eine Absage

Nachdem der Termin im April nicht gehalten werden konnte, sollte die New Yorker Automesse eigentlich im August stattfinden. Daraus wird nun nichts.


img
VW Nivus

Aus Brasilien für Deutschland

VW baut sein SUV-Angebot weiter aus. Im kommenden Jahr kommt ein kleines Crossover-Coupé, das nun in Südamerika Premiere gefeiert hat.