suchen
Markenausblick Toyota

Hybrid wird zur Normalität

7
1180px 664px
Der Toyota Corolla Hybrid übernimmt die Vorreiterrolle des eingestellten Prius.
©

Bei Toyota werden mehr und mehr Modelle elektrifiziert, mit dem Highlander sogar ein Siebensitzer-SUV. Auf der Strecke bleibt der Urahn des Hybridantriebs, der Prius.

Von Michael Specht

Wenn es um das Thema Hybridantrieb geht, fährt ein Hersteller deutlich an der Pole Position: Toyota. Zunächst von der Konkurrenz belächelt, hat der japanische Autokonzern mittlerweile weltweit über 15 Millionen elektrifizierte Fahrzeuge verkauft, drei Millionen davon in Europa. Die Hauptrolle spielt hier zweifellos der Prius, Symbol für das Öko-Auto schlechthin. Selbst Hollywood-Stars lassen sich gern mit dem eigenwillig gestylten Modell ablichten.   

Doch nun scheint der Glanz des Modells verflogen zu sein. Die Nachfrage, zumindest in Europa, ging so weit zurück, dass Toyota sich entschloss, seit März sowohl den Prius als auch den Prius Plus hier nicht mehr anzubieten. Lediglich der Prius in der Plug-in-Version verbleibt noch im Portfolio, ausgerechnet die Variante, die aufgrund des relativ hohen Preises und der geringen elektrischen Reichweite bislang nur sehr wenige Kunden wählten. Nun aber erhöht sich durch die staatliche Innovationsprämie und die steuerlichen Vorteile die Nachfrage.

"Hybrid ist das neue Normal"

Toyota ohne Prius? Für Fans der Marke kaum vorstellbar. Ob es ein Nachfolgemodell geben wird, ist fraglich. "Hybrid ist das neue Normal", sagt Alain Uyttenhoven, Geschäftsführer der Toyota Deutschland GmbH. Die Rolle des Prius übernehmen heute unter anderem der Corolla Hybrid als Hatchback, Limousine und Kombi (Touring Sports), während die Leuchtturmfunktion auf das Wasserstoffmodell Mirai fällt. Toyotas Anspruch: das modernste Auto der Welt zu bauen. Die zweite Generation der Brennstoffzellenlimousine wird ihren Produktionsstart Ende Oktober haben und wohl nächstes Frühjahr nach Europa kommen. In eleganterem Design, mit besserem Package und mit mehr Reichweite.

Das Hybridangebot von Toyota umfasst derzeit neun Modelle und reicht vom Kleinwagen Yaris über die Limousine Camry bis zum Mittelklasse-SUV RAV4. Letzterer erhält zum Herbst eine weitere Variante. Als Plug-in-Hybrid soll die elektrische Reichweite dann bei 75 Kilometern liegen.

Hybridmodell Nummer zehn ist ein Neuzugang - der Highlander. Der Siebensitzer hat sein Hauptverbreitungsgebiet eigentlich in Nordamerika. Nun wird er erstmals in Westeuropa angeboten. Wenn er Anfang 2021 in den Markt geht, ist der Highlander das größte Hybrid-SUV von Toyota. Unterm Blech steckt ein 2,5-Liter-Benziner, kombiniert mit jeweils einem Elektromotor an Vorder- und Hinterachse. Mit 146 g/km hat er laut Toyota den niedrigsten CO2-Wert im Segment.

Bildergalerie

Für 2021 steht auch der Yaris Cross auf dem Programm. Das City-SUV unterhalb des C-HR erhält wie der jüngst vorgestellte Yaris ebenfalls den komplett neu entwickelten Hybridstrang. Dessen Effizienz konnte um rund 20 Prozent gesteigert werden. Auch in dieser Fahrzeugklasse setzt Toyota beim Verbrauch damit einen Maßstab.

Der Beste unter den "Unverwüstlichen" zu sein, dieses Image bekleidet seit 1968 der Hilux. Im Zuge einer Modellpflege erhält der schon legendäre Pick-up ab Mitte September neben dem 2,4-Liter-Diesel ein Pendant mit 2,8 Liter Hubraum. Grund: Das Aggregat liefert mehr Souveränität bei der Leistungsentfaltung im Gelände. Zusätzlich gibt es eine auf Lifestyle getrimmte Topversion mit dem Namen "Invincible" (unbesiegbar). Den gleichen 2,8-Liter-Dieselmotor wird der Land Cruiser erhalten, gedacht für Kunden, die den Geländewagen häufig als Zugfahrzeug nutzen.

Noch nebulös gestaltet sich dagegen das Thema Aygo-Nachfolger. Bislang baute Toyota dieses A-Segment-Modell in Kooperation mit dem PSA Konzern (Citroen C1, Peugeot 108). Doch zum Ende des Jahres läuft die fast 20-jährige Zusammenarbeit aus. Toyota hat die PSA-Anteile zurückgekauft und wird das Werk in Kolin/Tschechien künftig alleine betreiben. Vorerst wird der Aygo dort weitergebaut. Auch einen Nachfolger soll es geben, denn Toyota will weiterhin im A-Segment mitmischen. Eines allerdings wird der nächste Aygo nicht haben: einen Hybridantrieb, und zwar aus Kostengründen. Uyttenhoven: "Wir wollen auch weiterhin ein Auto in der 10.000-Euro-Klasse anbieten können."




360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Hybridantrieb:




Autoflotte Flottenlösung

Toyota Geschäftskunden Service

Postfach
50420 Köln

Tel: +49 (0) 2234 102 2110

E-Mail: kontakt@toyota-geschaeftskundenservice.de
Web: www.toyota-fleet.de


Fotos & Videos zum Thema Hybridantrieb

img

Mini Cooper SE Countryman ALL4

img

Peugeot 508 PSE

img

Suzuki Swace

img

Hyundai Tucson (2021)

img

Markenausblick Toyota

img

Peugeot 3008 (2021)


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2020 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Podcast Autotelefon

Citroen Ami meets Mercedes-Benz S-Klasse

Stefan Anker und Paul-Janosch Ersing unterhalten sich im Autotelefon-Podcast am Telefon über kleine und große Autos und alles, was dazu gehört. Die beiden Journalisten...


img
Opel Corsa Ultimate

Nobel und vernetzt

Wer bei der Wahl eines neuen Corsa besonders viele Extras wünschte, musste bislang die Versionen Elegance oder GS Line wählen. Ultimate heißt nun das neue Maß der...


img
BVF feiert zehnjähriges Jubiläum

Die wichtigsten Meilensteine

Der Fuhrparkverband hat in den vergangenen zehn Jahren zahlreiche Themen für die Branche angestoßen – und auch schon viel erreicht. Eine Zeitreise.


img
Unfallstatistik unter Corona-Einfluss

Zahl der Verkehrstoten auf Tiefststand

Die Corona-Pandemie beeinflusst auch das Verkehrsunfallgeschehen: Seit der Wiedervereinigung hat es nicht mehr so wenig Tote auf deutschen Straßen gegeben.


img
2019

Weniger Verkehrssünder registriert

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Verkehrssünder im Vergleich zu 2018 etwas rückläufig. Das häufigste Delikt war Geschwindigkeitsüberschreitung.