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Mercedes-Zukunftsstrategie

Mehr Luxus, mehr Elektro, weniger Kosten

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Seine EQ-Familie wird Mercedes ab kommendem Jahr massiv ausbauen.
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Mercedes will in den kommenden Jahren seine Pkw-Sparte profitabler machen. Eine jetzt vorgestellte Strategie setzt dabei auf große Einsparungen sowie ein stärkeres Engagement im Bereich E-Mobilität.

Im Rahmen seiner Investoren- und Analystenkonferenz hat Mercedes-Benz eine Neuausrichtung seines Pkw-Geschäft vorgestellt. Mit deutlichen Einsparungen, einem Ausbau der Luxus-Positionierung sowie einem starken Fokus auf elektrische Antriebslösungen will der Autobauer die Weichen für eine profitablere Zukunft stellen.

Seine Luxus-Position im Pkw-Geschäft will Mercedes mit einer Stärkung und Wachstumsstrategie der Submarken AMG, Maybach, G und EQ vorantreiben. So wollen die Stuttgarter die Identität von AMG als Performance-Marke mit einem größeren Engagement in der Formel 1 stärken. Außerdem ist eine Elektrifizierung des AMG-Angebots ab dem kommenden Jahr vorgesehen. Aufgrund einer über den Produktionskapazitäten liegenden Nachfrage nach Fahrzeugen der G-Baureihe will der Konzern zudem gezielt das Angebot dieser Baureihe erweitern und diese ebenfalls elektrifizieren. Letzteres gilt auch für die Luxusmarke Maybach, deren Absatzvolumen die Mercedes-Strategen global verdoppeln wollen. Insgesamt sieht Daimler-Chef Ola Källenius weltweit gute Chancen für Wachstum im Luxusbereich, weil weltweit der Wohlstand zunimmt und damit die Zahl der Menschen, die sich ein Luxusauto leisten können.  

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Deutlich verstärken will der Autobauer zudem sein Engagement im Bereich der E-Mobilität. Dabei sieht der Plan ein Umschichten der Ressourcen zugunsten der Entwicklung von E-Antrieben und von Technologien für mehr Reichweite vor. Parallel sollen die Sachinvestitionen sowie die Forschungs- und Entwicklungsausgaben insgesamt bis 2025 um mehr als 20 Prozent gegenüber 2019 sinken. Die Fixkosten durch Kapazitätsanpassungen und geringere Personalkosten will der Konzern ebenfalls um mehr als 20 Prozent gegenüber den Ist-Werten von 2019 runterfahren.

Der Fokus auf E-Mobilität sieht einen schnellen Ausbau des Modellangebots der elektrischen Submarke EQ vor. So soll auf Basis der Electric Vehicle Architecture EVA kommendes Jahr das elektrische S-Klasse-Pendant EQS mit 700 Kilometer Reichweite durchstarten. Darüber hinaus sind ein EQE, ein EQS-SUV sowie ein EQE-SUV vorgesehen. Auf Basis konventioneller Plattformtechnik will Mercedes zudem elektrische Varianten der kompakten SUV-Modelle GLA und GLB alias EQA und EQB bereits kommendes Jahr einführen. Schließlich hat Mercedes-Benz eine zweite E-Plattform namens Mercedes Modular Architecture (MMA) angekündigt, auf der ab 2025 E-Fahrzeuge des Kompakt- und Mittelklasse-Segment folgen sollen.

Variantenreichtum bei Verbrennern wird reduziert

Im Bereich der E-Mobilität sieht Mercedes neben großem Wachstumspotenzial auch Möglichkeiten, Synergien zu nutzen und Einsparungen zu erzielen: "Wir wollen ab 2025 für alle neuen Architekturen mittels hoher Gleichteilquoten, genau dosierten Investitionen sowie weiter fallender Batteriekosten hohe Deckungsbeiträge erreichen. Während der Anteil von elektrifizierten und vollelektrischen Fahrzeugen bis 2030 mehr als 50 Prozent des weltweiten Absatzes ausmachen wird, werden die Investitionen in Verbrennungsmotoren schnell zurückgehen und die Zahl der Varianten bis 2030 um 70 Prozent reduziert", sagte Daimler-Vorstand Markus Schäfer. (SP-X)

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