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Mobilitätswandel

Deutsche Unternehmen denken um

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Die Energiewende kommt im Bewusstsein deutscher Fuhrparkmanager an.
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Das Fuhrpark-Barometer 2019 enthüllt einen drastischen Sinneswandel unter Flottenmanagern. In der Breite weisen die Ergebnisse darauf hin, dass die Energiewende im öffentlichen Bewusstsein ankommt.

Deutsche Unternehmen erschließen derzeit großflächig neue Antriebsarten wie Elektro, Hybrid oder Plug-In-Hybrid. Das ist ein Kernergebnis des am Montag veröffentlichten Arval Mobility Observatory (AMO) Fuhrpark-Barometers 2019. Demnach planen mittlerweile 35 Prozent der befragten Firmen, Hybrid-Fahrzeuge zu nutzen oder in die Flotte zu integrieren. Vor zwei Jahren lag dieser Wert nur bei 15 Prozent. Im europäischen Vergleich rückt Deutschland damit von Platz zehn auf Platz fünf von 13 an der Studie teilnehmenden Ländern vor.

Zum Wachstum alternativer Antriebe trägt der Untersuchung zufolge auch die Einführung der neuen WLTP-Testbedingungen (Worldwide Harmonised Light Vehicle Test Procedure) bei. Der Anteil der Unternehmen, deren Car Policy von den Ergebnissen beeinflusst wird, steigt stark von 16 Prozent im Jahr 2018 an auf jetzt 47 Prozent. 29 Prozent der Befragten glauben, dass es bedingt durch das neue WLTP-Verfahren in den nächsten Jahren zu konkreten Veränderungen in ihrer Flottenstruktur kommen wird.

Ein weiterer großer Einflussfaktor für deutsche Car Policies ist die Dieseldebatte, deren Relevanz weiter zunimmt: Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) gab zu Protokoll, dass ihre Flottenpolitik davon bereits beeinflusst wird oder innerhalb der nächsten drei Jahre beeinflusst werden wird. Zum Vergleich: 2018 war dies nur bei knapp jedem dritten Fuhrparkmanager der Fall (32 Prozent).

CO2-Reduktion in der Flotte: besser als der Durchschnitt

Ebenfalls mehr als die Hälfte (56 Prozent) haben innerhalb ihrer Beschaffungsstrategie oder Car Policy bereits Maßnahmen ergriffen, um den CO2-Ausstoß ihres Fuhrparks zu reduzieren. Deutschland liegt damit sechs Punkte über dem europäischen Durchschnitt. Besonders bemerkenswert sei, dass der Anteil unabhängig von der Unternehmensgröße konstant hoch bleibe, hieß es.

"Die Studienergebnisse zeigen über mehrere Kategorien hinweg konstant auf, dass ein klares Umdenken in den Unternehmen stattfindet", sagte Katharina Schmidt, Head of Consulting bei Arval und Sprecherin des Arval Mobility Observatory (AMO) Fuhrpark-Barometers. "In den vergangenen Jahren lag Deutschland hinsichtlich des Energiewandels im Fuhrpark bei den Studienergebnissen zumeist im hinteren Mittelfeld Europas. Hier haben wir deutlich aufgeholt."

Als einen Grund dafür nennt Schmidt die disruptiven Prozessen in der Automobilindustrie, von denen Deutschland in besonderem Maße betroffen sei. Deshalb sei das Thema in den Köpfen aktuell besonders präsent. "Beim 'grünen Fuhrpark' sind wir zwar noch nicht angelangt. Doch die Transformation dorthin wird für Unternehmen mehr und mehr von der Kür zur Pflicht – Stichwort Diesel-Fahrverbote und die Attraktivität der steuerlichen Begünstigung", betonte die Branchenexpertin.

Im Kontext der Debatte um Diesel, Schadstoffemissionen und WLTP lässt sich laut Schmidt eine starke Entwicklung hin zu Mobilitätsalternativen wie Fahrgemeinschaften oder Carsharing beobachten. Insgesamt gabe 27 Prozent der deutschen Unternehmen an, dass sie Fahrgemeinschaften eingeführt haben oder einführen wollen, bei Carsharing liegt der Wert bei 24 Prozent. Schmidt weiter: "Diese Entwicklung wird sicher auch durch verzögerte Fahrzeugauslieferungen und das Warten auf passende Modellalternativen wie Plug-in und Elektrofahrzeuge vorangetrieben."

Aus CVO wird AMO

Das erstmals aufgelegte AMO ersetzt das in der Fuhrparkwelt bekannte CVO. Die Branchenanalyse soll eine umfassende Bestandsaufnahme hinsichtlich Trends, Lösungen und Anwendungen gewerblicher Mobilität bieten, die nicht nur auf Dienstwagen begrenzt ist. Die aktuelle Befragung wurde im März in zwölf europäischen Ländern sowie der Türkei durchgeführt. Dazu wurden insgesamt 3.930 Telefoninterviews mit Flottenmanagern geführt, davon 300 in Deutschland. Die gesamte Studie kann ab sofort kostenlos unter www.arval.de/de/amo angefordert werden. (red)




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