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"Move 2025"

ALD hat große Pläne

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Der Leasingsspezialist stellte in dieser Woche seine internationale Strategie bis 2025 vor, genannt "Move 2025". Der Name ist Programm, es soll sich einiges bewegen in den nächsten fünf Jahren.

ALD-CEO Tim Albertsen, Vize-Chef John Saffrett und CFO Gilles Momper haben am Donnerstag im Rahmen einer Webkonferenz ihre mittelfristige Strategie für die Leasinggesellschaft vorgestellt. Bei ALD fühlt man sich in einer guten Marktposition und möchte das Momentum Richtung nachhaltige Mobilität und Digitalisierung fördern. Das Ziel ist klar formuliert: sich vom Leasinganbieter zum Mobilitätsdienstleister entwickeln. Man wolle die "Mobilitäts-Evolution" anführen, hieß es.

Um diesem Ziel in den kommenden Jahren näher zu kommen, wurden die vier Säulen der Move 2025 Strategie präsentiert: Kunden, Wachstum, Gutes tun und Performance. Produkte sollen stetig weiterentwickelt werden, um den sich ändernden Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden. Digitale Plattformen sollen weiterhin auf hohem Niveau arbeiten und ausgebaut werden, ein Trend hin zu Mobilitätsdienstleistungen soll vollzogen werden.

Im Bereich Wachstum gibt es wiederum vier Teile des Kuchens, die ALD anpacken möchte. Für Großkunden soll das geografische Angebot erweitert werden, mit Fokus auf Südostasien. Mit strategischen Partnerschaften will ALD im Markt der KMU stärker Fuß fassen, schnell wachsende und anpassbare digitale Plattformen sollen Kundenwünschen gerecht werden und zu guter Letzt rücken Angestellte ohne Dienstwagenberechtigung mehr in den Fokus. Für sie sollen Mobilitätslösungen angeboten werden, das B2E-Segment soll stetig wachsen.

Um die Mobilitäts-Evolution wahrhaftig anzuführen, will ALD in der dritten Säule der Move 2025 Strategie auch sich selbst verbessern und "Gutes tun". So sollen alle Gesellschaften verantwortlich agieren und eine nachhaltige Zukunft gestalten. Das möchte das Unternehme über ein Wachstum von 30 Prozent im Verkauf von rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen realisieren, den eigenen ökologischen Fußabdruck um 30 Prozent reduzieren und bis 2025 außerdem einen Frauenanteil von 35 Prozent in Managementpositionen anstreben. Für die eigene Performance wird künftig auch in die Verbesserung von Back-Office-Systemen investiert.

2,3 Millionen Neuverträge

Mit all diesen Maßnahmen plant ALD bis 2025 etwa 2,3 Millionen Neuverträge abzuschließen. Auch wenn man aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage kein großes Wachstum im kommenden Jahr erwartet, werden in den Jahren darauf dank des Elektro-Booms starke Steigerungsraten prognostiziert. Im ganzen Produktportfolio soll Full-Service-Leasing auch weiterhin eine große Rolle spielen, denn auch das Zugpferd der Unternehmensgruppe hat noch Wachstumspotenzial und ermöglicht es damit, dass in anderen Bereichen investiert werden kann.

ALD hat sich außerdem auf die Fahne geschrieben, Autos mehrere Lebenszyklen durchlaufen zu lassen. Gerade Batteriefahrzeuge haben eine längere Lebensdauer als Verbrenner und können so nach dem ersten Lebenszyklus, dem Leasing als Firmenwagen, in einen zweiten Zyklus als privat geleaster Gebrauchtwagen einsteigen, um danach noch ein bis zwei weitere Jahre als Carsharing-Auto zur Verfügung zu stehen.

Zu diesem Zweck werden digitale Kapazitäten und Plattformen ausgebaut – ALD lässt sich das in den kommenden fünf Jahren 66 Millionen Euro kosten. Der Fokus liegt unter anderem auf der Remarketing-Plattform "ALD Carmarket", die eigene Telematiklösung "Connected cars" sowie der Mobilitätsplattform "ALD Move".

Auch "ALD Electric", das Rundum-sorglos-Paket für Elektrofahrzeuge, ist ein Grundpfeiler der Firmenstrategie. Um Kunden die Mobilitätswende leichter zu machen, bietet ALD zum Thema EV das volle Programm an. So sollen Vorbehalte abgebaut werden und bürokratische Hürden abgebaut werden. Mit diesen Maßnahmen erwartet die Gruppe ihren Anteil an "grünen" Autos von aktuell zehn Prozent – wobei hierzu aktuell neben rein elektrischen Fahrzeugen auch PHEVs und Hybride gezählt werden – in den kommenden fünf Jahren auf 30 Prozent rein elektrische Fahrzeuge bei Neuverträgen zu steigern sowie 40 Prozent CO2 einzusparen.

Zusammengefasst: ALD will digital und global alle Märkte adressieren, dabei eine breite Produktpalette anbieten und außerdem den Lebenszyklus von Fahrzeugen erweitern. Große Worte, auf die nun Taten folgen müssen. Autoflotte ist gespannt! (mh)




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