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Neue Regionalklassen

Der Wohnort macht den Unterschied

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Rund 9,3 Millionen Autofahrer werden demnächst Post von ihrem Versicherungsunternehmen erhalten.
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Nicht nur für die Bewertung von Immobilen ist die "Lage" entscheidend: Wo man wohnt, hat auch Auswirkungen auf die Kfz-Versicherung.

Rund 9,3 Millionen Autofahrer werden demnächst Post von ihrem Versicherungsunternehmen erhalten. Für sie steigt bzw. sinkt der Tarif der Kfz-Haftpflicht, wie nun aus der veröffentlichten, neuen Regionalklassen-Einteilung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht. 5,1 Millionen Autofahrer in 54 Bezirken können sich freuen, ihre Versicherung könnte im kommenden Jahr günstiger werden. Dagegen müssen rund 4,2 Millionen Autofahrer in 50 Bezirken mit höheren Tarifen bei der Kfz-Haftpflicht rechnen. Für knapp 32 Millionen Autofahrer in 309 Zulassungsbezirken ändert sich nichts. Ihre Einstufung bleibt unverändert.

Autofahrer in der Uckermark (Brandenburg) erreichten bundesweit die beste Schadenbilanz in der Kfz-Haftpflichtversicherung. Die Schäden waren hier fast ein Drittel niedriger als im Bundesschnitt. Ein Drittel höher als im Bundesdurchschnitt fiel die Schadenhäufigkeit in Berlin aus. Die Bundeshauptstadt nimmt damit den letzten Platz in der GDV-Statistik ein.

Wie sich der Wohnort bei Einstufung der Regionalklassen bemerkbar macht, hat das Vergleichsportal Verivox errechnet. Ein Fahrer eines VW Passat muss im Landkreis Leer für die Haftpflicht jährlich 200 Euro bezahlen. In Berlin werden 327 Euro fällig. Noch größer fallen die Unterschiede aus, bucht der Autofahrer noch Teilkasko dazu. So muss der Fahrer aus Ostfriesland knapp 300 Euro an die Versicherung überweisen, der Berliner rund 515 Euro.

In der Kfz-Haftpflichtversicherung wird die Regionalklasse vom Fahrverhalten der Autofahrer, also der Anzahl der Schäden sowie die durchschnittliche Schadenhöhe des Zulassungsbezirks, beeinflusst. In die Berechnung der Kaskoversicherung fließen zudem Parameter wie Diebstahlhäufigkeit, Sturm- und Hagelschäden und die Anzahl der Wildunfälle ein. Die Einstufung des Dachverbands ist nicht verbindlich, wird aber in der Regel von den Versicherungen angewendet. (SP-X)




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