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Neuer Stellantis-Konzern

Die Beststeller im Marken-Dschungel

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Der DS7 ist in Frankreich Staatskarosse.
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FiatChrysler und PSA schließen sich zum viertgrößten Autokonzern der Welt zusammen. Stark ist dieser vor allem bei Kleinwagen und SUV, wie ein Blick in die Bestsellerliste der einzelnen Marken zeigt.

Von Holger Holzer

Mit Stellantis ist ein neuer Mega-Autokonzern im Entstehen. Das Portfolio umfasst 14 Marken – italienische, deutsche, französische, englische und amerikanische. Wir zeigen die jeweiligen Bestseller-Modelle.

Peugeot 208
Der Ende 2019 neu erschiene Kleinwagen fährt in Europa stabil in der Top Ten der beliebtesten Pkw. Seit kurzem nutzt auch der Opel Corsa die Technik des Franzosen, der insgesamt aber etwas extrovertierter auftritt als sein deutscher Cousin. Im Modellangebot von Peugeot ist der 208 klar die Nummer eins, gefolgt von seinem Crossover-Ableger 2008.

Opel/Vauxhall Corsa
Die Rüsselsheimer Variant des Peugeot 208 lag zuletzt bei den Verkäufen in Europa vorn, was nicht zuletzt an der treuen deutschen Kundschaft liegen dürfte. Technisch und beim Preis sind die Unterschiede zum französischen Cousin jedoch gering. Hier wie dort zählt ein optionaler Elektro-Antrieb zu den Besonderheiten. Auf Rang zwei der Opel-Verkaufscharts folgt mit deutlichem Abstand der kompakte Astra, der damit konzernweit aktuell vorderster Golf-Jäger ist.

Citroën C3  
Dritter im Kleinwagen-Bunde ist der Citroen C3, der anders als Peugeot 208 und Opel Corsa aber noch auf der Vorgänger-Plattform basiert. Im Gegenzug ist er etwas günstiger, zudem kaschiert ein betont jugendlicher Auftritt die etwas ältere Technik. Gegenüber seinen jüngeren Brüdern fällt er in Sachen Absatz trotzdem spürbar ab.

DS7 Crossback
Während Citroen mittlerweile das untere Preissegment im Portfolio der PSA-Marken markiert, krönt der zur eigenständigen Marke gereifte ehemalige Ableger DS das Programm. Benannt nach dem legendären Citroen DS, setzt der Premium-Anbieter auf ähnlich avantgardistisches Design. Dazu kommen edle Materialien und feine Verarbeitung sowie entsprechende Preise. Das Flaggschiff DS7 Crossback fungiert als Staatskarosse im Fuhrpark des französischen Präsidenten.

Jeep Grand Cherokee
Knapp vor dem kernigen Geländewagen Wrangler ist der Luxus-Allrader Grand Cherokee der Bestseller im Jeep-Portfolio. Generell dürfte der traditionsreiche Geländewagenspezialist zu den stärksten Marken im Konzern zählen; nicht nur in den USA, auch in China sind die Allrader beliebt. Zudem spielt der weltweite SUV-Trend Jeep in die Karten.

Ram
Mit Abstand wichtigstes Modell der erst 2009 aus Chrysler ausgegliederten Nutzfahrzeug-Marke ist der Pick-up Ram, der sich in den USA seit Jahrzehnten ein Bestseller-Duell mit Ford F-150 und Chevrolet Silverado liefert. In Deutschland war der Riesen-Pritschenwagen nie offiziell zu haben, trotzdem gibt es einen großen Fan-Kreis für importierte Modelle. Der erfreut sich nicht zuletzt an dem martialischen Logo und Auftritt.

Chrysler Pacifica
War Chrysler einst die Volumenmarkt im US-Konzernverbund, ist sie mittlerweile fast in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, nicht zuletzt, weil SUVs im Angebot fehlen. Der aktuelle Bestseller ist der große Van Pacifica, der auch von der Google-Schwester Waymo als Basis für seine autonomen Fahrzeuge genutzt wird. Dank Allradantrieb und robuster Optik kann sich der Familienwagen aktuell gegen die Crossover-Konkurrenz behaupte. Für ihn spricht außerdem, dass bei den anderen Stellantis-Marken ein derartiges Modell mittlerweile fehlt.

Bildergalerie

Dodge Charger
Mit rund 120 Jahren Markengeschichte zählt Dodge zu den traditionsreichsten Autoherstellern. Über die Jahrzehnte musste sich die Marke mehrmals neu orientieren, den Schritt zum Volumenbringer hat sie zuletzt aber nicht geschafft. Aktuell besetzt Dodge die einträgliche Nische der Performance-Marke, beliebtestes Modell ist das Muscle Car Charger, das in einer ähnlichen Liga wie Ford Mustang und Chevrolet Camaro spielt. Außerhalb der USA bietet man auch umgelabelte Fiat-und Mitsubishi-Modelle für den kleineren Geldbeutel an.

Fiat Panda
Selbst ein knappes Jahrzehnt nach seinem Debüt ist der aktuelle Panda immer noch ein praktischer und günstiger Kleinwagen, der vor allem im südlichen Europa ungebrochen stark nachgefragt ist. Im neuen Stellantis-Verbund ist er aber deutlich der Senior – die Zeit für eine Neuauflage wäre reif. So wie es zuletzt mit dem etwas kleineren Fiat 500 geschehen ist, der nun auch in einer E-Variante zu haben ist.

Abarth 500
Wem der Fiat 500 zu feminin ist, der findet bei Tuning-Schwester Abarth die Macho-Variante. Die Veredler mit langer Motorsport-Tradition bieten den Kleinstwagen in immer neuen Knallkugel-Varianten, in denen bis zu 132 kW / 180 PS auf eine gute Tonne Gesamtgewicht treffen. Das fährt sich so spaßig und skurril, dass der etwas erwachsenere Roadster Abarth 124 in der Beliebtheit bei weitem nicht mithalten kann. Mehr Modelle gibt es nach dem schnellen Aus des Abarth Punto aktuell nicht.

Lancia Ypsilon
Die einst strahlende Sport- und später Luxus-Marke ist mittlerweile zum lokalen Kleinwagen-Anbieter verglüht. Mit dem betagten Ypsilon gibt es genau noch ein Modell, das zudem ausschließlich auf dem Heimatmarkt angeboten wird. Dort immerhin recht erfolgreich: In den engen italienischen Großstädten ist der modisch auftretende Stadtflitzer eine beliebte Lifestyle-Alternative zur deutlich frugaleren Billig-Konkurrenz. 2019 überholte die Marke in Europa beim Absatz sogar Alfa Romeo, obwohl die Schwester ein paar Modelle mehr im Portfolio hat.

Maserati Levante
Mit bildschönen Sportwagen und schnellen Limousine wäre Maserati fast in die Pleite gefahren. Zum Retter wurde der SUV-Trend, den die Italiener mit dem Levante besonders erfolgreich bedienen. Dank des dynamischen Crossovers sind die Italiener auch in der automobilen Luxusliga wieder eine große Nummer, lagen beim Absatz zuletzt vor Bentley, Ferrari und Lamborghini.

Alfa Romeo Stelvio
Auch Alfa lebt vom SUV-Trend, hängt dabei im Vergleich aber eher am Tropf. Der Crossover Stelvio verkauft sich noch am besten, die viel gelobte Limousine Giulia hingegen kann die erhofften Verkaufserfolge nicht einfahren. Und die nach zehn Jahren Bauzeit kürzlich eingestellte Kompakt-Limousine Giulietta fuhr der Konkurrenz zuletzt auch technisch hinterher.

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