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Pkw-Dichte in Großstädten

Jedes Jahr Tausende Autos mehr

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Die Straßen in den Städten werden immer voller.
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Von Auto-Müdigkeit keine Spur: Der Pkw-Bestand wächst auch in deutschen Großstädten ungebremst.

Trotz Staus, Parkplatznot und besserem Nahverkehr verliert das Auto in der Großstadt keineswegs an Popularität. Im Gegenteil: Die Fahrzeugdichte wächst auch in Metropolen ungebrochen weiter, wie eine Studie des Center Automotive Research (CAR) in Duisburg ergeben hat. Demnach ist die Pkw-Flotte in München zwischen Anfang 2019 und Anfang 2020 um 14.554 Fahrzeuge gewachsen – ein Plus von 2,0 Prozent. Auch in Berlin (plus 0,9 Prozent), Hamburg (plus 1,2 Prozent), Köln (plus 1,7 Prozent) und Frankfurt (plus 1,2 Prozent) hat die Zahl der angemeldeten Pkw zugenommen.

Das gleiche Phänomen lässt sich auch über die vergangenen zehn Jahre beobachten: In München beispielsweise ist der Pkw-Bestand zwischen 2009 und 2020 um 21 Prozent bzw. 128.000 Fahrzeuge gewachsen. Sogar in der Radfahrer-Stadt Münster sei der Bestand an Autos seit 2009 um 19 Prozent gewachsen. Unter den 25 größten Städten der Republik findet sich mit Braunschweig lediglich eine mit einer negativen Bilanz: An dem niedersächsischen VW-Standort schrumpfte der Bestand um 1,3 Prozent oder knapp 2.000 Fahrzeuge.

Insgesamt waren in Deutschland Anfang 2020 rund 47,7 Millionen Pkw zugelassen, 620.000 bzw. 1,3 Prozent mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Je 1.000 Einwohner gibt es in Berlin heute 335 Autos, in Hamburg 437, in Köln und Frankfurt 452, in München 503.

Es dürfte noch voller werden

CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer wertet die Zahlen als Hinweis, dass es mit der häufig postulierten Abkehr vom Auto weder in Großstädten noch im ganzen Land weit her ist. Auch in den nächsten Jahren könne man mit steigenden Fahrzeugdichten rechnen, so der Experte. Homeoffice und wachsender Online-Handel könnten zu weniger Verkehr in den Städten führen. "Die Stau- und Parkprobleme in den Citylagen dürften daher eher weniger werden. Der Anreiz, sich ein Auto auch in den Großstädten zu leisten, steigt." Und mit leisen, abgasfreien Elektromotoren würden Autos auch "stadtverträglicher".

Weitere Gründen sind aus Sicht von Dudenhöffer der wachsende Wohlstand und die Tatsache, dass die Branche mit neuen Mobilitätsprodukten, wie etwa dem Auto-Abo, Autofahren noch einfacher machten. Carsharing sei in Deutschland dagegen nur eine Nische, mit nur gut 25.000 Autos. Die Zahl der Nutzer sei im vergangenen Jahr geschrumpft, ein profitables Geschäftsmodell sei schwer darstellbar. (SP-X/dpa)




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