suchen
Ratgeber

Handschalter schonend fahren

1180px 664px
Trotz ausgereifter Technik: Auch für den klassischen Handschalter kann ein wenig Feingefühl nicht schaden.
©

Wohl jeder kennt das Geräusch, wenn bei einem rangierenden Auto plötzlich das Getriebe kreischt. Vermutlich hat der Fahrer einen der klassischen Fehler gemacht.

Auch wenn die Automatik seit Jahren auf dem Vormarsch ist, hat das klassische Handschaltgetriebe im Automobil noch lange nicht ausgedient. Trotz der längst ausgereiften Getriebetechnik steckt dahinter eine Mechanik, die noch immer nach ein wenig Fingerspitzengefühl verlangt.

Grundsätzlich getriebeschonend ist ein präziser und aufmerksamer Fahrstil. Unter anderem sollte bei Gangwechseln der Schaltknüppel exakt und locker geführt werden. Außerdem ist darauf zu achten, die Kupplung sowohl zügig als auch vollständig durchzutreten. Der Schaltvorgang sollte kurz sein und das Einlegen höherer Gänge bei moderater aber nicht hoher Motordrehzahl erfolgen.

Wer sich darüber hinaus eine vorausschauende Fahrweise angewöhnt, kann die Zahl der Gangwechsel verringern. Auch niedertouriges Fahren ermöglicht eine schaltfaulere Fahrweise. Ein Runterschalten ist erst nötig, wenn der Antrieb ruckelt.

Öl gegen hakeliges Getriebe

Sollte ein Getriebe hakeliger als sonst schalten oder ungewöhnliche Geräusche machen, könnte das an zu wenig Getriebeöl liegen. Dann sollte der Ölstand überprüft und möglicherweise das Öl getauscht werden. Grundsätzlich empfiehlt sich ein Wechsel des Getriebeöls nach spätestens 100.00 Kilometer.  

Ebenfalls empfiehlt es sich, während der Fahrt beide Hände am Steuer zu behalten, statt die rechte Hand auf dem Schaltknüppel ruhen zu lassen. Diese häufig zu beobachtende Unsitte provoziert einen fortwährenden Druck der Schaltgabel auf die Schaltmuffe, was bei Handschaltern mit Schaltgestänge einen schnelleren Verschleiß herbeiführen kann.

Leerlauf an Ampeln

Ein anderes typisches Fehlverhalten ist das Warten an Ampeln mit eingelegtem ersten Gang und durchgetretener Kupplung. Einen zeitlichen Vorteil wird man sich dadurch kaum verschaffen können. Dafür leidet jedoch das Ausrücklager, da bei durchgetretenem Kupplungspedal die Kupplungsfeder auf diesem lastet. Stattdessen schaltet man an Ampeln stets in den Leerlauf und nimmt den linken Fuß von der Kupplung.

Ebenfalls vermeiden sollten Autofahrer einen übereifrigen Wechsel in den Rückwärtsgang. Gerne wird dieser in Eile eingelegt, während das Auto noch vorwärtsrollt. Die führt allerdings zu einer abrupten Umkehr der Getriebedrehrichtung, was sich negativ auf Wellen und das Differenzial auswirken kann. (SP-X)

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Technik:





Fotos & Videos zum Thema Technik

img

Wegweisende Studien in 2017


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2018 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Kia Ceed

Weltpremiere des Golf-Konkurrenten

Im Frühsommer startet die dritte Generation des Golf-Konkurrenten Kia Ceed. Der kompakte Koreaner, entwickelt und gebaut Europa, glänzt mit einem soliden Design,...


img
Mehr Neugeschäft, mehr Gewinn

Rekordjahr für Daimler Financial

Das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte will die Konzernsparte nutzen, um die Digitalisierung ihrer Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen weiter voranzubringen.


img
Tankkarten

Total und BP/Aral erkennen Tankkarten gegenseitig an

Die Mineralölunternehmen Total und BP/Aral haben sich darauf verständigt, ihre Tankkarten in Europa gegenseitig zu akzeptieren.


img
Athlon Germany

Übergabe von fünf Ivecos an AO Deutschland

Athlon Germany stellt dem Online-Elektrohändler AO Deutschland fünf neue Iveco Transporter zur Verfügung.


img
Diesel-Fahrverbote

Kaum Fortschritte bei Software-Updates

Vor einem halben Jahr diskutierten Autobauer und Politik beim ersten Dieselgipfel Vorschläge für weniger Schadstoffe. Kurz vor einer wichtigen Gerichtsentscheidung...