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Vorsichtigerer Ausblick

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Sixt Leasing-Chef Michael Ruhl: 2019 auf Wachstumspfad zurückkehren
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Schwieriges Marktumfeld, veränderte Kundenerwartungen: Bei Vertragsbestand, Umsatz und Ergebnis erwartet Sixt Leasing mittelfristig langsameres Wachstum. In diesem Jahr fokussieren sich die Pullacher verstärkt auf die Digitalisierung.

Sixt Leasing hat seine mittelfristigen Wachstumsziele zurückgeschraubt. Wegen veränderter Marktbedingungen und Kundenpräferenzen soll der Vertragsbestand bis zum Ende des Geschäftsjahres 2021 auf rund 200.000 Verträge zulegen. Bislang war der Unternehmensvorstand von mehr als 220.000 Verträgen ausgegangen. Man rechne mittelfristig weiterhin mit einem sehr starken Wachstum in den Geschäftsfeldern Online Retail und Flottenmanagement, teilte Sixt Leasing am Donnerstag in Pullach bei München mit.

In Bezug auf den operativen Konzernumsatz geht die Tochter des Autovermieters Sixt nun von einem Anstieg auf rund 650 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2021 (bisher: rund 700 Millionen Euro) aus. Auch das Ergebnis vor Steuern (EBT) soll sich bis 2021 deutlich auf 40 bis 45 Millionen Euro erhöhen (bisher: 50 Millionen Euro).

Rekordumsatz 2018

2018 hatte Sixt Leasing nach vorläufigen Berechnungen seinen Umsatz um 8,3 Prozent auf einen Rekordwert von 805,8 Millionen Euro ausgebaut. Dies war vor allem auf die guten Geschäfte beim Online-Vertrieb von Neuwagen im Jahr davor zurückzuführen. Das EBT erhöhte sich um 2,8 Prozent auf 30,5 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben 22 Millionen Euro übrig – ein Zuwachs um 5,1 Prozent. Die operative Umsatzrendite lag mit 6,4 Prozent nahezu auf dem Niveau von 2017 (6,5 Prozent).

Der Vertragsbestand des Konzerns schrumpfte im vergangenen Jahr leicht um 2,4 Prozent auf 129.700 Verträge. Im Geschäftsfeld Online Retail gab es ein Minus von 1,6 Prozent auf 44.700 Verträge, auch bedingt durch ein schleppendes Neugeschäft infolge der WLTP-Einführung un der angespannten Liefersituation einiger Automarken. Im Bereich Flottenleasing verzeichnete man einen starken Rückgang um 10,5 Prozent auf 43.000 Verträge. Hier musste das Unternehmen den "unerwarteten Wegfall" eines Volumenkunden verkraften. Stärker als erwartet legte dagegen der Bestand im Bereich Flottenmanagement zu: 42.000 Verträge bedeuten ein Plus von 6,6 Prozent.

Digitales Produktangebot erweitern

"2018 haben wir unser Portfolio für die Zukunft fit gemacht und damit unser Rendite-Risiko-Profil deutlich verbessert", sagte Vorstandschef Michael Ruhl. In diesem Jahr wolle Sixt Leasing auf den Wachstumspfad zurückkehren und über Digitalisierungsinitiativen das Produktangebot erweitern und flexibler gestalten. Der Vertragsbestand soll wieder leicht ansteigen, bei Umsatz und Ergebnis sollen auf Vorjahreniveau liegen. Gleichzeitig sollen durch Prozessoptimierungen Kostenpotenziale gehoben und Effizienzsteigerungen realisiert werden.

Da sich das Marktumfeld und die Kundenerwartungen insbesondere im Online Retail zuletzt merklich verändert haben, setzt Sixt Leasing nach eigenen Angaben jetzt verstärkt darauf, sein Angebot um Produkte und Services zu ergänzen, mit denen gezielt weitere Kundengruppen angesprochen werden können. Ruhl: "Auf Basis der gewachsenen Stärken und der langjährigen Erfahrung in der frühzeitigen Entwicklung von am Kundenbedarf ausgerichteten Lösungen, ist das Unternehmen bestens positioniert, um überproportional von dem erwarteten weiteren starken Marktwachstum zu profitieren." (rp)




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