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Fuhrparkleiter vernachlässigen Kostenkontrolle

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In der Flottenpraxis werden die TCO nur selten ermittelt.
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Die TCO als große Unbekannte: Die überwiegende Mehrheit der Fuhrparkbetreiber hat weder eine Kostenüberwachung umgesetzt, noch plant dies für die nähere Zukunft.

Alarmierendes Ergebnis der Dataforce-Studie "Fuhrparkmanagement 2019": Lediglich jeder vierte Flottenbetreiber kennt die genauen Kosten pro Fahrzeug. In der aktuellen Branchenuntersuchung 26,3 Prozent gaben an, dass sie die TCO (Total Cost of Ownership) im Unternehmen gezielt ermitteln und überwachen. Immerhin: Weitere 3,7 Prozent der Befragten planen ein TCO-Monitoring für die nähere Zukunft.

Angesichts der großen Bedeutung der Kostenthematik zeigen sich die Frankfurter Branchenexperten von dem niedrigen Wert überrascht. Als mögliche Gründe nennen sie nicht nur die Flottengröße, sondern auch die Personalausstattung im Fuhrparkmanagement. "Zum einen gibt es natürlich viel mehr kleine als große Flottenbetreiber. Hier zeigen die Daten, dass Flotten mit weniger als zehn Pkw nur in Ausnahmefällen ein Kostenmonitoring betreiben", sagt Dataforce-Analyst Benjamin Kibies. Doch auch in mittleren bis großen Flotten habe weniger als die Hälfte ihre Kosten im Griff.

Dabei kann sich der Aufwand durchaus lohnen. Kibies: "Schon bei 50 Pkw bewegen sich die Gesamtkosten des Fuhrparks in einer Größenordnung von einer halben Million Euro pro Jahr. Entsprechend groß ist das Sparpotenzial." Sehr wahrscheinlich fehle den Fuhrparkleitern aber schlicht und einfach die Zeit. Denn selbst in den größeren Flotten verrichten der Studie zufolge 70 Prozent der Fuhrparkleiter diese Beschäftigung als Teil eines größeren Aufgabenbereichs. Weil außerdem meist Tätigkeiten wie Werkstatttermine oder Fahrerbetreuung im Vordergrund stehen, bleiben zu wenig Kapazitäten für eine aufwendige Kostenkontrolle übrig.

Die Studie "Fuhrparkmanagement 2019" ist ab sofort gedruckt und als eBook erhältlich. Auf 130 Seiten zeigt sie den aktuellen Stand rund um das Management von Fuhrparks auf. Dazu hatte Dataforce im Vorfeld 327 Fuhrparkverantwortliche telefonisch und weitere 314 online befragt. Sowohl der Istzustand zu Kriterien wie Personalausstattung, Kostenmanagement und Car Policy als auch eine groß angelegte Markenbewertung von 18 Automobilmarken sind die Ergebnisse der kombinierten CATI- und CAWI-Stichproben. Weitere Informationen unter https://www.dataforce.de/fuhrparkmanagement/ (rp)

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