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Tankstellen könnten sich zu Umsteigeplätzen entwickeln

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Einer Studie zufolge könnten sich Tankstellen zu Umsteigeplätzen und Nahversorgungszentren entwickeln.
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Einmal volltanken und noch etwas im Shop einkaufen - so nutzen viele Autofahrer die Tankstelle. Das könnte sich in den nächsten 20 Jahren wandeln - das legt zumindest ein Szenario nahe.

Tankstellen in Deutschland könnten sich in den nächsten 20 Jahren einer Studie zufolge neben ihrem Kerngeschäft zu Umsteigeplätzen und Nahversorgungszentren entwickeln. Die am Donnerstag in Berlin vorgestellte Studie des Instituts für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) listet mehrere Szenarien für das Jahr 2040 auf.

Demnach könnten zum Beispiel am Rand von städtisch geprägten Regionen Pendler an Tankstellen vom privaten Auto umsteigen - ins Lufttaxi oder in autonom fahrende Wagen, bei denen sich mehrere Leute eine Fahrt teilen. In ländlichen Gebieten könnte sich das Lebensmittel-Angebot im Tankstellen-Shop erweitern. Die Studie entstand im Auftrag des Tankstellen-Konzerns Aral.

Weitere Details: An Tankstellen in Großstädten könnte es neben der klassischen Zapfsäule für Benzin und Diesel unter anderem auch Ladestationen für die Akkus von Elektroautos geben, die binnen Minuten aufgeladen werden könnten. Auch Fahrer von Elektro-Tretrollern oder Elektro-Fahrrädern könnten ihre Akkus an Batteriewechselautomaten tauschen. Zudem würden Tankstellen im städtischen wie ländlichen Raum verstärkt Paket-Stationen integrieren.

Zahl der gefahreren Kilometer wird zunehmen

Die Macher der Studie gehen davon aus, dass trotz eines erwarteten Bevölkerungsrückgangs in Deutschland die Zahl der gefahrenen Kilometer auf der Straße zunehmen wird. Den Angaben zufolge könnten im Jahre 2040 Autos und Nutzfahrzeuge rund 900 Milliarden Kilometer zurücklegen. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes waren es 2017 bei allen in Deutschland zugelassenen Kraftfahrzeugen fast 733 Milliarden Kilometer.

Die Direktorin des DLR-Instituts für Verkehrsforschung, Barbara Lenz, betonte, dass man in 20 Jahren bis ins hohe Alter mobil sein werde. "Außerdem tragen neue Mobilitätsangebote und der wachsende Online-Handel zur zunehmenden Fahrleistung bei."

Der Zentralverband des Tankstellengewerbes kommt zu einer ähnlichen Einschätzung, was die Zukunft der Tankstellen angeht. Auf Nachfrage hieß es, dass sie Mobilitätszentren bleiben - mit zukünftig breiterem Angebot für die verschiedenen Antriebsarten. Bistro-Angebote, Paket- und Postdienste und bei entsprechender Grundstücksgröße auch Carsharing-Angebote könnten demnach auch ausgebaut werden.

Der Verband rechnet zugleich damit, dass die Zahl der Tankstellen in Deutschland in den nächsten Jahren weiter leicht zurückgehen wird. Laut Mineralölwirtschaftsverband gab es Anfang dieses Jahres 14.459 Tankstellen. 2010 waren es demnach noch 14.785. (dpa)




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