suchen
Trotz billiger Spritpreise

Deutsche fahren nicht häufiger Auto

1180px 664px
Trotz der aktuell billigen Spritpreise nutzen nur die Wenigsten ihr Auto häufiger.
©

Der Blick auf die Zapfsäulen dürfte derzeit viele Autofahrer freuen. Ein Grund, um öfter den Wagen zu nutzen, sind die Billigpreise aber nicht. Und auch auf das Kaufverhalten haben sie kaum Einfluss.

Die meisten Deutschen achten beim Tanken auf den Preis - doch trotz der aktuell billigen Spritpreise nutzen nur die wenigsten ihr Auto häufiger. Nur etwa einer von zehn Befragten nutzt seinen Wagen deshalb öfter, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab. Sich wegen der günstigen Lage einen Pkw mit mehr Leistung zu kaufen, ist ebenfalls nur für die Minderheit eine Option - genauso wie der Gedanke, sich ein Elektro-Auto anzuschaffen. 

Für rund drei Viertel der Deutschen sind billige Spritpreise wichtig oder eher wichtig, für 20 Prozent spielt dies keine oder kaum eine Rolle. Nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbands kostete Dieselkraftstoff im Januar durchschnittlich 99 Cent - und war damit dem ADAC zufolge so billig wie seit 2009 nicht mehr. Grund dafür ist der Ölpreis, der seit Mitte 2014 bis zu 70 Prozent eingebrochen ist. Bleiben die Preise auf diesem Niveau, kann ein durchschnittlicher Autofahrer in diesem Jahr mehr als 200 Euro Benzinkosten einsparen.

Doch trotz der verlockenden Situation schaffen die Billigpreise nur für elf Prozent der Autofahrer einen Anreiz, ihren Wagen häufiger zu nutzen. Am ehesten fahren jüngere Menschen zwischen 18 und 34 Jahren deshalb mehr mit dem Auto. 

Wenig Einfluss auf Kaufverhalten

Auch auf das Kaufverhalten haben die Preise an den Zapfsäulen wenig Einfluss: Zwar planen generell nur etwa zwölf Prozent im kommenden halben Jahr, einen neuen Pkw zu kaufen. Doch fast niemand will sich wegen der niedrigen Spritpreise ein PS-stärkeres Fahrzeug zulegen. Das trifft auch auf diejenigen zu, die sich seit Beginn des Preisverfalls bereits einen neuen Wagen angeschafft haben. 

Knapp über die Hälfte will auch kein Elektrofahrzeug kaufen. Nur für ein Drittel kommt der Kauf eines solchen umweltfreundlichen Wagens in Betracht. In Deutschland wollen Bundesregierung und Autoindustrie die schleppende Nachfrage nach E-Autos ankurbeln. Im Gespräch ist auch eine Kaufprämie in Höhe von 5.000 Euro. Vor allem in Ländern wie China und den USA wurden Untersuchungen zufolge bislang deutlich mehr E-Autos verkauft als hierzulande. (dpa)

 

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Spritpreis:






Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2018 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Fahrbericht: Jaguar E-Pace

Fast wie ein Sportwagen

Die Briten bringen ein kompaktes SUV auf die Straße. Der E-Pace ist ein interessanter Kompromiss aus Alltagsnutzen und Sportlichkeit.


img
Elektro-Bestseller 2017

Tesla Model S und X in Top Ten

US-Autobauer Tesla bewegt sich mit seinen zwei Oberklasse-Modellen Model S und X derzeit auf den Plätzen sechs und sieben der deutschen Elektroauto-Hitliste.


img
TKS Tankkarten Service

Umbruch zum Technologie-Unternehmen

Als einer von Deutschlands führenden Tankkartenanbietern wandelt sich die TKS Tankkarten Service immer mehr zu einem Telematik- und Flottendienstleister.


img
Absatzrekord bei VGSG

Gebrauchte VW-Transporter beliebt

Bei VW brummt nicht nur das Geschäft mit neuen Nutzfahrzeugen. Auch als junge Gebrauchtwagen sind T6, Crafter und Co gefragt.


img
Neue Carsharing-Plattform

Turo hat Airbnb als Vorbild

Ein neuer US-Player will den deutschen Carsharing-Markt erobern: Die Plattform Turo startet an diesem Freitag mit ihrem Miet- und Vermietsystem für Privatautos....