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Aus für Touareg Hybrid

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Den VW Toureg gibt es aktuell nur mit Dieselmotoren.
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Mit einem Hybridantrieb wollte der VW Touareg 2010 das schlechte Image als Spritsäufer abstreifen. Kaufen wollte das Öko-Modell aber kaum jemand. Nun wird es aus dem Programm genommen.

VW streicht den Hybridantrieb im Luxus-SUV Touareg. In der neuen Preisliste taucht die 279 kW / 380 PS starke Öko-Version bereits nicht mehr auf, auch in den USA wird das Modell nun vom Markt genommen. Grund ist offenbar eine zu geringe Nachfrage. In den ersten sechs Monaten wurden deutschlandweit gerade einmal 28 Hybrid-Touareg neu zugelassen. Die alternativ angebotenen Dieselmodelle verkauften sich im gleichen Zeitraum über 5.000 Mal. Ähnlich gering ist die Nachfrage auch in den USA: Nach rund 390 Einheiten im Startjahr 2011 fanden sich 2014 kaum noch zwei Dutzend Käufer – und das in einem Land mit einem Hybridmarkt von rund einer halben Million Fahrzeugen pro Jahr.

In Deutschland dürfte der Grund für die schwache Nachfrage vor allem im geringen Sparpotenzial beim Verbrauch liegen. Das Vollhybrid-Modell mit seiner Kombination aus V6-Benziner und Elektromotor benötigt laut Norm 8,2 Liter Super, der vergleichbare V6-Diesel (193 kW /262 PS) kommt mit 6,6 Litern aus, kostet aber knapp 17.000 Euro netto weniger. Denn der Hybrid ist extrem teuer, zuletzt rief VW 66.300 Euro (zzgl. MwSt.) auf.

Generell scheint die Zeit des Hybrid-Antriebs bei den deutschen Herstellern vorerst vorbei zu sein. Das Touareg-Schwestermodell Porsche Cayenne hat bereits auf die Plug-in-Hybridtechnik umgestellt, bei der eine größere Batterie und die externe Auflademöglichkeit für größere Reichweiten im reinen Elektro-Betrieb sorgen. Auch den Audi Q7 gibt es in der neuen Generation nur noch mit Plug-in-Hybrid. Gleiches gilt für BMW X5 und Mercedes GLE.

Auch außerhalb des SUV-Segments haben die deutschen Marken den Hybrid aufs Abstellgleis geschickt. Neue Modelle gibt es nur noch mit Plug-in-Hybridtechnik. Derartige Fahrzeuge erreichen Normverbrauchswerte um drei Liter – ohne allerdings den Stromverbrauch einzubeziehen. Zumindest für die Hersteller ist der niedrige Wert angesichts immer strengerer Emissionsvorgaben verlockend. Ob auch die Kundschaft die Plug-in-Hybriden mehr schätzt als die klassischen Hybridantriebe, bleibt abzuwarten. (sp-x)

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