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Weltpremiere des neuen Mokka

"Wir haben Opel quasi neu erfunden"

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Opel-Chef Lohscheller gab am Dienstag den offiziellen Startschuss für den neuen Mokka. Die zweite Generation des SUV kann ab sofort bestellt werden.
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Der neue Mokka ist für Opel vielleicht das wichtigste Modell der nächsten Jahre, setzen die Kunden in allen Klassen doch immer stärker auf leicht erhöhte Versionen. Anlässlich der statischen Weltpremiere nennen die Rüsselsheimer erstmals die Preise.

Opel erneuert sein Portfolio weiter. Am Dienstag feierte der Autobauer in Rüsselsheim die Weltpremiere des neuen Mokka. Die zweiten Generation des kleinen SUV kommt von 2021 an mit neuem Markengesicht, innovativen Cockpit-Konzept und etwas kompakteren Maßen zu Netto-Preisen ab 16.798 Euro zum Kunden. Die elektrische Version gibt es zum Marktstart ab 27.722 Euro netto. Die Auslieferungen starten Anfang des nächsten Jahres.

"Mit dem Mokka haben wir Opel quasi neu erfunden. Wir haben das Auto vom ersten Federstrich an in Rüsselsheim designt und entwickelt", sagte CEO Michael Lohscheller. Besonders stolz ist der Manager darauf, die vollelektrische Variante des Mokka bereits zum Bestellstart anbieten zu können. "Der Kunde hat die Wahl", so Lohscheller.

Für den Antrieb stehen neben dem schon aus dem Corsa und verschiedenen PSA-Modellen bekannten E-Motor mit 100 kW / 136 PS auch zwei 1,2 Liter-Benziner mit 74 kW / 100 PS oder 96 kW / 130 PS (ab 19.172 Euro netto) und ein 1,5 Liter Diesel mit 81 kW / 110 PS (ab 19.827 Euro netto) zur Wahl. Die Kraftübertragung bei den Verbrennern erfolgt via Sechsgang-Handschaltung. Für den stärkeren Benziner steht auch eine Achtgang-Automatik zur Wahl. Neben der Basisversion bietet Opel fünf weitere Ausstattungsniveaus an.

Der Mokka-e kommt mit einem 11-kW-Lader an Bord zum Kunden und ist damit auch an handelsüblichen privaten Wallboxen relativ schnell aufladbar. An einer 100-kW-Schnellladesäule ist die 50-kWh-Batterie nach einer halben Stunde zu 80 Prozent gefüllt. Nach WLTP-Standard verbraucht der Mokka-e 17,8 kW Strom auf 100 Kilometern. Entsprechend beträgt die Reichweite des kleinen E-SUV im Normalmodus 322 Kilometer. Im Eco-Mode mit eingeschränkter Heiz- und Kühlleistung sowie reduzierter Leistung kommt er weiter, im Sportmodus etwas weniger. Auf die Batterie gibt Opel eine Garantie von acht Jahren bei einer Laufleistung von 160.000 Kilometern. Die Höchstgeschwindigkeit des Stromers ist bei 150 km/h gedeckelt. Die Verbrenner erreichen Werte von 182 bis 202 km/h bei Normverbräuchen von 3,8 l (Diesel) bis 4,8 Liter (Turbo-Automatik).

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Optisch ist der Mokka Vorreiter für ein neues Opel-Familiengesicht, dass vom Frontdesign des ersten Manta inspiriert ist. Herzstück des "Vizor" genannten Frontdesigns ist eine dunkel getönte Plexiglasspange, die sich über die gesamte Fahrzeugbreite zieht. Sie fungiert nicht nur als Wiedererkennungsmerkmal und Hingucker, sondern beherbergt neben Scheinwerfern und Blitz-Logo auch die Sensorik der Assistenzsysteme. Lohscheller kündigte an, dass künftig alle neuen Opel-Modelle sich an diesem Design orientieren werden.

Wie der Corsa basiert der Mokka auf der CMP-Modulplattform des PSA-Konzerns. Er misst 4,15 Meter in der Länge und ist damit rund 13 Zentimeter kürzer als sein Vorgänger bei praktisch gleichem Radstand. Wegen der geschrumpften Karosserieüberhänge wirkt der neue Mokka dynamischer und kompakter als die Erstauflage und sieht der Studie GTX-Experimental von 2018 sehr ähnlich.

Puristisch und reduziert

Innen zieht nun ein puristischer und reduzierter Stil ein, der für künftige Modelle der Marke prägend sein soll. Wichtigstes Element im Armaturenbrett ist eine aus mehreren Bildschirmen zusammengesetzte, horizontal verlaufende Informationstafel, die unter anderem die klassischen Instrumente ersetzt. Opel nennt sie "Pure Panel": Die Displays sollen dem Fahrer alle wichtigen Informationen klar und auf das Wesentliche reduziert darstellen. Die Zahl der Schalter und Knöpfe im Cockpit sinkt damit deutlich. Die wichtigsten Regler, beispielsweise für die Klimaanlage oder ein Drehregler für die Lautstärke, blieben aber erhalten.

Dafür ist die Zahl der serienmäßigen und optionalen Assistenten und Technikfeatures für ein kleines SUV beachtlich hoch. Das LED-Licht wird optional zum blendfreien Matrixlicht (504 Euro netto), Verkehrsschilder werden ab Werk erkannt, ob der Fahrer müde ist, die Spur nicht hält oder ein Fußgänger auf die Fahrbahn tritt wird gleichfalls serienmäßig überwacht. Gegen Aufpreis gibt es zum Beispiel einen adaptiven Tempomaten mit Stop-and-Go Funktion (378 Euro netto), den aktiven Spurhalte-Assistenten oder eine 180-Grad-Panorama-Rückfahrkamera. Zu den Technik-Extras zählen kabellose Ladeoptionen für Smartphones. Die spielen via Apple Carplay und Android Auto ihre Möglichkeiten auf den Displays aus, aber immer unter der Prämisse, nur die wichtigsten Informationen abzubilden. In diesem Sinne hilft auch die serienmäßige Sprachsteuerung des Infotainmentsystems, die Bedienung einfach zu halten. (SP-X/gw/rp)

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