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Yeti-Nachfolger

Weltpremiere für Skoda Karoq

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Der Skoda Karoq ersetzt den Yeti.
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Vorne ein K, hinten ein Q, Skoda vereinheitlicht die SUV-Namensgebung. Nach dem Erfolg des Kodiaq erblickt nun der kleine Bruder das Licht der Weltöffentlichkeit. Der kommt einem irgendwie bekannt vor.

Von Wolfgang Wieland/SP-X

Skoda hat den erfolgreichen Yeti in die ewigen Jagdgründe geschickt. Der Kompakt-SUV mit dem eigenständigen Design war so beliebt, dass Skoda seit 2009 pro Jahr weltweit über 100.000 Stück verkaufen konnte, 20.000 allein davon in Deutschland. Der Nachfolger heißt nun Karoq, ist Anfang November 2017 ab ca. 21.000 Euro erhältlich und soll "die Verkaufszahlen des Yeti deutlich toppen", sagt Skoda-Chef Bernhard Maier. Das dürfte gelingen, denn der Karoq sieht aus, wie ein kleiner Kodiaq, der ja bereits nach wenigen Monaten zum Bestseller avancierte.

Es ist irgendwie schade, dass der Yeti nach nur acht Jahren nicht mehr sein darf. Jeder kennt den Namensgeber, den urigen, wuscheligen Yeti, der beste Freund von Bergsteiger Reinhold Messner, der für jedes Abenteuer zu haben ist. Und wofür steht nun Karoq? Wie beim großen Bruder Kodiaq, stammt der Name von den Ureinwohnern aus dem Westen des US-Bundesstaates Alaska und bedeutet so viel wie Pfeil, wie der grüne, geflügelte im Skoda-Logo. Karoq steht aber auch für die englischsprachigen Begriffe Car und Rock, also Auto und Felsen, was wohl eindeutig die Geländefähigkeit des schnörkellosen Allrounders unterstreichen soll. Wie auch immer, den Yeti musste man jedenfalls nicht langwierig erklären. Skoda möchte eine einheitliche Terminologie für seine SUV-Modelle haben. Vorn das K und hinten ein Q. Dann darf man wohl gespannt sein, wie denn dann der kleinste, ca. 4,10 Meter lange Skoda-SUV heißen wird, den die VW-Tochter in ein paar Jahren bringen will.

Der Karoq ist 4,38 Meter lang, 1,84 Meter breit und 1,61 Meter hoch, das sind nahezu die Maße des Konzernbruders Seat Ateca. Kein Wunder, Skodas Kompakt-SUV basiert auf dem selbstbewussten Spanier und wird zusammen mit ihm im tschechischen Skoda-Werk Kvasiny gefertigt. Aber traditionell hat ein Skoda immer etwas Besonderes zu bieten. Hier ist es der variable und doppelbödige Kofferraum mit einem Mindestvolumen von 521 Litern, wenn die zweite Reihe umgeklappt wird, sind es gar 1.630 Liter. Mit der verschieb- und ausbaubaren, aber aufpreispflichtigen Vario-Flex-Rückbank wird der Stauraum zwar noch variabler, aber dann gibt es eine unschöne und unpraktische Stufe hinter der zweiten Sitzreihe. Vorteil der dreiteiligen Vario-Rückbank: Der Karoq wird mit 1.810 Liter Fassungsvermögen zum Kleintransporter. Und auf allen fünf Sitzplätzen finden auch großgewachsene Passagiere viel Platz.

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Zwei Benziner, drei Diesel

Zum Marktstart stehen fünf Triebwerke, zwei Benziner und drei Diesel, allesamt mit Turboaufladung zur Verfügung. Der Basismotor ist ein 1,0-Liter-Dreizylinderbenziner mit 85 kW / 115 PS, Top-Aggregat ist ein 140 kW / 190 PS starker 2,0-Liter-Diesel mit 400 Newtonmeter Drehmoment, der serienmäßig mit Allradantrieb und dem bekannten Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe DSG kombiniert ist. Damit sprintet der Karoq in 7,8 Sekunden von null auf 100 km/h und wird maximal 211 km/h schnell. Der Verbrauch soll durchschnittlich bei 5,3 Litern Diesel auf 100 Kilometer liegen. Komplett neu ist ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit 110 kW / 150 PS und Zylinderabschaltung, der den Vorgänger mit 1,4 Litern Hubraum ersetzt. Zur Kraftübertragung mit den fünf Fahrmodi, auch Offroad, dient wahlweise ein Sechsgang-Handschaltgetriebe oder ein Siebengang-DSG.

Mit einer Hybridisierung oder gar einer Elektrifizierung des Karoq ist vorerst nicht zu rechnen, da laut Skodas "Strategie 2025" ja erst für 2019 das Flaggschiff Superb mit einem Hybridmotor ausgestattet wird, und dann bis 2025 fünf weitere Modelle mit zwei Herzen oder reinelektrisch vorfahren.

Der Innenraum ist schön aufgeräumt und hochwertig in der Verarbeitung. Alle Tasten und Knöpfe sind dort, wo man sie auch vermutet. Der Clou ist die komplette Vernetzung mit Fahrassistenten, Internet und Co., sowie das frei programmierbare und voll digitale Instrumentenpanel. Der LTE-fähige WLAN-Hotspot kann bis zu acht portable Geräte mit dem World Wide Web versorgen und der 9,2-Zoll-Glas-Bildschirm lässt sich per Tastatur, Spracheingabe oder Gestensteuerung bedienen.

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