Staatshilfe: Erstes Geld für Opel - Straffer Zeitplan für GM

03.06.2009 09:22 Uhr
Aus der von Bund und Ländern bereitgestellten Brückenfinanzierung sind am Dienstag (02.06.) 300 Millionen Euro an Opel geflossen.

Die Opel-Rettung läuft an: Der angeschlagene Autobauer erhielt am Dienstag (02.06.) die ersten 300 Millionen Euro aus dem staatlichen Überbrückungskredit. Anders als ursprünglich geplant muss sich der Opel-Investor Magna nicht an der Zwischenfinanzierung beteiligen. Die Diskussion um Staatshilfen wird unterdessen immer schärfer: Der Konzern Arcandor (Karstadt, Quelle, Thomas Cook) verweist auf die Opel-Hilfen und will Gleichbehandlung. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellte dazu klar, dass Opel ein besonderer Fall gewesen sei. In den USA erzielte die ehemalige Opel- Mutter General Motors erste Erfolge in dem Insolvenzverfahren, eine Finanzierung von 15 Milliarden Dollar wurde freigegeben. Bund und Länder stellen für Opel insgesamt 1,5 Milliarden Euro bereit. Ursprünglich war geplant, dass Magna zunächst für einige Tage 300 Millionen Euro auslegt, aber durch "sehr zügiges Arbeiten" sei dies nicht nötig gewesen, sagte Finanzminister Peer Steinbrück (SPD). Opel-Spitzenmanager Carl-Peter Forster betonte, mit der raschen ersten Zahlung könnten Opel und die britische Tochter Vauxhall den Geschäftsbetrieb normal fortsetzen - unabhängig von dem Insolvenzverfahren des einstigen Mutterkonzerns General Motors (GM). Übernahme dauert bis zu sechs Monate Die Übernahme des Autobauers Opel durch einen Investor soll nach Angaben der neuen Treuhandgesellschaft spätestens in einem halben Jahr abgeschlossen sein. "Man sollte sich auf einen Zeitrahmen von drei bis sechs Monaten einstellen", sagte der Vorsitzende der Opel-Treuhandgesellschaft, der Rechtsanwalt Alfred Hagebusch von der Kanzlei Wellensiek, in einer Telefonkonferenz am Dienstag (02.06.). Die Gespräche mit dem derzeit wahrscheinlichsten Investor Magna sollten an diesem Mittwoch (03.06.) fortgesetzt werden. Die Treuhand-Gesellschaft hält seit dem Pfingstwochenende 65 Prozent der Anteile an der neuen Adam Opel GmbH, unter deren Dach das Europa-Geschäft der ehemaligen Konzernmutter General Motors (GM) zusammengefasst wurde. 35 Prozent liegen weiter bei GM.

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