Überbrückungshilfen: Saab hat wieder akute Geldprobleme

12.10.2011 15:07 Uhr
Zugesagte und dringend benötigte 640 Millionen Kronen Überbrückungshilfen vom chinesischen Autokonzern Youngman sind noch nicht in Schweden eingegangen.

Der seit langem angeschlagene Autohersteller Saab steht erneut vor akuten Finanzproblemen. Wie Unternehmenssprecherin Gunilla Gustavs am Mittwoch in Trollhättan berichtete, sind zugesagte und dringend benötigte 640 Millionen Kronen (70 Millionen Euro) Überbrückungshilfen vom chinesischen Autokonzern Youngman noch nicht in Schweden eingegangen. Grund sei die ausstehende Behördengenehmigung aus Peking, die man bis Ende der Woche erwarte. Die Saab-Sprecherin wies Medienberichte zurück, wonach der Autogroßhändler als zweiter Partner aus China abgesprungen sei: "Das muss ein großes Missverständnis sein." Autokonzern Youngman und Händler Pang Da wollen mit insgesamt 245 Millionen Euro als neue Haupteigner bei Saab einsteigen. Im Stammwerk Trollhättan nördlich von Göteborg können seit einem halben Jahr wegen leerer Kassen keine Autos mehr gefertigt werden. Ende Oktober läuft die staatliche Übernahme von Gehaltszahlungen an alle 3.500 Saab-Beschäftigten aus, die mit der gerichtlichen Verfügung einer Sanierung unter Gläubigerschutz in Gang gesetzt worden war. Saabs derzeitiger Haupteigner Swedish Automobile gab die Gesamtschulden zuletzt mit 6,9 Milliarden Kronen (769 Millionen Euro) an. Bis zum Produktionsstopp im April liefen nur 13.000 Wagen vom Band. (dpa)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Autoflotte ist die monatlich erscheinende Fachzeitschrift für den Flottenmarkt im deutschsprachigen Raum. Zielgruppe in diesem wachsenden Markt sind die Fuhrpark-Entscheider in Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen mit mehr als zehn PKW/Kombi und/oder Transportern. Vorstände, Geschäftsführer, Führungskräfte und weitere Entscheider greifen auf Autoflotte zurück, um Kostensenkungspotenziale auszumachen, intelligente Problemlösungen kennen zu lernen und sich über technische und nichttechnische Innovationen zu informieren.