Die deutsche Leasingbranche hat auch in diesem Jahr ihr Wachstum fortgesetzt. Wie der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) am Montag mitteilte, legte das Neugeschäftsvolumen in diesem Jahr um 9,5 Prozent auf 57,4 Mrd. Euro zu. Zwei von drei Unternehmen in Deutschland würden ihre Investitionen über den Mietkauf tätigen. "Leasing erweist sich erneut als ein wichtiger Investitionsmotor für die deutsche Wirtschaft", sagte BDL-Präsident Reinhard Gödel. Beliebteste Leasinggüter waren mit einem Anteil von 55,8 Prozent am Neugeschäft erneut die Straßenfahrzeuge. In dem Bereich, der Pkw, Lkw, Anhänger und Busse umfasst, wurden rund zehn Prozent mehr neue Leasingverträge abgeschlossen als im Vorjahr. Dies sei vor allem auf die gute Entwicklung bei den Nutzfahrzeugen zurückzuführen. "Aber auch angesichts der rückläufigen Kfz-Neuzulassungen ist dies ein beachtliches Ergebnis", so Gödel. Besorgt zeigte sich Gödel über aktuelle Pläne des Bundesfinanzministeriums, Leasingfirmen im Zuge der Unternehmensteuerreform der Bankenaufsicht zu unterstellen. Der Vorschlag sei "eine unangemessene Überregulierung, die von wenig Branchenkenntnis zeugt". Allein der Verwaltungsaufwand wäre so hoch, dass kleinere mittelständische Gesellschaften vom Markt verdrängt würden. Außerdem würden sich alle Leasingunternehmen über Banken refinanzieren, die bereits der Bankenaufsicht unterlägen. Notwendig sei eine Lösung, die für alle Gesellschaften unabhängig von ihrer Größe und Eigentümer die gleichen Wettbewerbsbedingungen biete. Laut BDL sind in Deutschland derzeit Wirtschaftsgüter im Wert von mehr als 200 Mrd. Euro verleast. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben rund 200 Mitgliedsfirmen, die mehr als 90 Prozent des Marktes abdecken. (rp/dpa)
Leasingmarkt 2007: Ungebremstes Wachstum
Neugeschäft legt um knapp zehn Prozent zu / BDL wehrt sich gegen Bankenaufsichts-Pläne