Politik: Manipulationen am Tacho

22.03.2013 13:51 Uhr
tachomanipulation
Das "Drehen am Tachostand" soll unter anderem durch eine zentrale Datenbank aller Kilometerstände erschwert werden.
© Foto: Allianz Versicherungs-AG

Laut ADAC gehen die am Donnerstag im EU-Ausschuss diskutierten Lösungen zum Thema Tachobetrug nicht weit genug. In einer zentralen Datenbank sollen die Kilometerstände von Autos – etwa bei einer Reparatur, Inspektion oder bei einer Hauptuntersuchung (HU) – erfasst werden.

Kriminelle Manipulationen der Kilometerstände, durch die nur in Deutschland jährlich ein volkswirtschaftlicher Schaden von sechs Milliarden Euro entsteht, könnten durch eine Datenbank alleine nicht verhindert werden, kritisierte der Club in einer Mitteilung. Dies sei nur durch eine technische Lösung direkt im Auto möglich.

Strafe muss bleiben

"Problem bei der Datenbank: Betrüger können vor einer HU den Kilometerstand des Autos gezielt manipulieren und bekommen ihn dann quasi in der HU noch amtlich bestätigt." Auch eine Abschaffung der Strafverfolgung bei Tachobetrug wäre aus Sicht des ADAC das falsche Signal: "Sie würde das Problem nur bagatellisieren."

In den vergangenen Jahren hat sich der Club sogar für ein noch schärferes Vorgehen gegen Tacho-Kriminelle ausgesprochen. In Richtung Hersteller lautet die Forderung, aktuelle Sicherheitstechnologien zum Schutz des tatsächlichen Kilometerstandes und damit zum Schutz des tatsächlichen Fahrzeugwertes in ihre Modelle einzubauen. (asp)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Autoflotte ist die monatlich erscheinende Fachzeitschrift für den Flottenmarkt im deutschsprachigen Raum. Zielgruppe in diesem wachsenden Markt sind die Fuhrpark-Entscheider in Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen mit mehr als zehn PKW/Kombi und/oder Transportern. Vorstände, Geschäftsführer, Führungskräfte und weitere Entscheider greifen auf Autoflotte zurück, um Kostensenkungspotenziale auszumachen, intelligente Problemlösungen kennen zu lernen und sich über technische und nichttechnische Innovationen zu informieren.